Reisebericht Wadi Rum – Jordanien (14.-23.10.2017)

Reisebericht Wadi Rum – Jordanien (14.-23.10.2017)

Beitragvon Scorp » 26 Okt 2017, 10:40

Am Samstagmittag ging es von Hannover aus mit meiner besten Freundin nach Jordanien, mit einem kurzen Zwischenstopp in Istanbul. Spät abends kamen wir pünktlich in Amman an. Erstmal Geld abheben, die Scheine sehen wirklich lustig aus und nur mit Mühe kann man erkennen welchen Wert jeder einzelne überhaupt hat.
Dann ging es zur endlosen Schlange der Visa Ausstellung. Für 55€ gab es einen sehr schönen Stempel im Pass. Das ist schon was Besonderes und kann wohl nicht jeder vorweisen. Am Ausgang warteten schon die anderen Mitreisenden und unser Fahrer auf uns. In rasanter Fahrt ging es ins Mosaik Hotel nach Madaba, mittlerweile war es auch schon mitten in der Nacht und wie vielen nur noch in unsere Betten. Denn am nächsten Morgen hieß es gleich wieder früh aufstehen.
An diesem Tag war der Besuch der Felsenstadt Perta angesagt. Mit einem sehr professionellen englisch-sprachigen Guide, ging es 3 Stunden von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Er erklärte uns sehr ausführlich die Geschichte dieser Stadt, die Entstehung der Schluchten und noch vieles Mehr. Danach ließ er uns dort alleine und wir hatten noch genügend Zeit alles auf eigene Faust zu erkunden und entschieden uns für den anstrengenden Aufstieg zum Felsentempel Ad Deir und wurden mit einem weiteren Highlight belohnt. Abends fielen wir müde vom vielen Laufen und Treppensteigen ins unsere Hotelbetten im Edom Hotel.
Früh am nächsten Morgen ging es endlich Richtung Wadi Rum und damit zu den Pferden. Nach einer kurzen Begrüßung und einem heißen Tee, wurde kurz mit jedem gesprochen und dann wurden die Pferde, die bereits gesattelt auf uns warteten zugeteilt. Ich bekam die Schimmelstute Schischa. Und schon ging es los. Wir merkten schnell, dass die Pferde durchaus temperamentvoll waren und bei einigen Mitreitern war ich mir nicht ganz sicher, ob sie damit umgehen können. Aber erstmal ging es hinter unserem Guide gemütlich im Schritt her. Die Landschaft änderte sich und endlich bogen wir ins Naturschutzgebiet Wadi Rum ein. Der erste Trab und Galopp, verlief recht chaotisch, obwohl unser Guide uns vorher feste Plätze angesagt hatte, wurde recht wild überholt, da einige Mitreiter wie erwartet nicht so gut mit Ihren Pferden umgehen konnten. Eine viel auch direkt vom Pferd, zum Glück passierte ihr nichts. Ich denke 10 Reitstunden reichen nicht unbedingt aus, um an einem solchen Trail teilzunehmen.
Gegen Mittag machten wir eine erste Pause, sattelten die Pferde ab und nahmen unser erstes köstliches Mittagessen im Schatten der Felsen ein. Am späten Nachmittag ging es weiter und nachdem wir uns ein bißchen an die Pferde gewöhnt hatten konnten wir auch die wunderschöne Landschaft bewundern, die Farben des Sandes und der Felsen änderten sich immer wieder und unser Guide machte hier und da Halt um uns auf schöne Aussichten, Felszeichnungen, Schluchten oder ähnliches Aufmerksam zu machen.
Abends erwartete uns schon ein schönes Zeltlager in der Wüste. Wir bekamen immer zu 2. ein Zelt und sogar ein Waschzelt war vorhanden, in dem wir uns waschen und umziehen konnten. Das Abendessen genossen wir mit Gesang und wahnsinnig leckerem Essen am Lagerfeuer. Die Idylle unter dem Sternenhimmel war perfekt.
So vergingen weitere 5 Tage wie im Flug, die wir unglaublich genossen. Jeden Abend kam der Geschäftsführer mit ein paar kleinen Geschenken und immer lustigen Geschichten bei uns vorbei. So lernten wir z.B. einen Beduinentuch zu binden. Am letzten Tag ging es zurück in die Zivilisation, wo wir von dem Lärm regelrecht überflutet wurden.
Ein weiteres Highlight war am nächsten Tag der Besuch des Toten Meeres. Wie schwerelos kann man auf dem Gewässer mit 33% Salzgehalt treiben lassen und sich hinterher noch mit Schlamm einreiben lassen. Ein unvergessliches Erlebnis von dem ich sicherlich noch lange erzählen werde. An diesem Tage schauten wir uns noch die „Ammen Zitadelle“ eine Stadt aus der Bronzezeit an. Außerdem besuchten wir noch die Mosaikschule in Madaba. Wieder so viele Eindrücke an einem einzigen Tag.
Am frühen Morgen ging es dann leider schon wieder nach Hause nach Deutschland. Für mich war dieser Urlaub etwas ganz besonderes und ich kann jedem Jordanien als Urlaubsland nur wärmstens empfehlen, lustige, nette Menschen, die es schaffen trotz der Unruhen um sie herum in Frieden zusammen zu leben.
Scorp
 
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