Dressurausbildung mit Lusitanos auf Alcainca

Dressurausbildung mit Lusitanos auf Alcainca

Beitragvon JaninaNikolei » 17 Jul 2017, 12:33

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Dressurausbildung bis zum höchsten Niveau im Herzen Portugals


Dieses Angebot von Pegasus ließ mich einfach nicht ruhen... somit habe ich ca. 1 Tag, nachdem ich das Angebot gefunden hatte auch direkt die Reise gebucht. Vorab hatte ich bereits nach Flügen und auch nach einem Mietwagen geschaut. Innerhalb weniger Stunden erhielt ich einen Anruf von Pegasus, ob ich denn bereits einen Flug gebucht hätte, sonst würden sie mir gern ein Angebot machen, ebenso für den von mir angestrebten Mietwagen. Das war schon einmal ein klasse Service. Also erhielt ich flott die Reisebestätigung und auch Angebote für Flug & Mietwagen. Ich habe mich wirklich gut aufgehoben gefühlt. Und: Pegasus denkt mit!!! Ca. eine Woche vor Reiseantritt erhielt ich eine Email, ob ich am ersten Tag (ich würde bereits vor dem Mittag auf Alcainca ankommen) bereits am Mittagsessen teilnehmen möchte und ob ich am ersten Tag nur einen Einführungsritt oder gleich meine erste Reitstunde wahrnehmen möchte (gegen Aufpreis). Ich fand diesen Vorab Service wirklich klasse.

Nun war es endlich soweit und ich flog los in den langersehnten Superurlaub nach Portugal. Auf Alcainca angekommen wurde ich gleich von allen anwesenden Gästen, Mitarbeitern, Reitlehrern und auch dem Hofhund Whiskey sehr herzlich begrüßt. Die Anlage wurde mir direkt gezeigt, alles erklärt, ich konnte sofort mein Zimmer beziehen und schon gab es Mittagessen (es wurde auch direkt auf meine Unverträglichkeiten eingegangen).
Nach dem Mittagessen haben wir besprochen, wo ich ungefähr in meiner Ausbildung stehe und was ich gern lernen möchte. Ich sagte ca. L-Niveau und ich würde gern lernen, wie man mit Kandare reitet. Also Einführungsritt direkt auf Kandare auf einem sehr artigen Pferd, welches mir fix und fertig geputzt, gesattelt und aufgezäumt in die Hand gedrückt wurde. Der Einführungsritt hat schon sehr viel Spaß gemacht, jedoch ist die portugiesische Reitweise doch ganz anders als die gewohnte Deutsche. Daher erst einmal Umgewöhnung.

Aber am 2. Tag ging es direkt los: 10.00 Uhr Unterricht auf einem super klasse Lusitano - ich war hellauf begeistert - und dann noch Unterricht bei Georges, der wie ich so gern sagte
auf den Lusitanos schwebte
Wirklich ein großartiger Reitlehrer, der alles sehr gut erklären und vermitteln kann und jedes Pferd ganz genau kennt und sich auch mal selbst draufsetzt, wenn eine Lektion einfach nicht gelingen will. Meine erste Reitstunde war wirklich toll, sie dauerte direkt 2 1/2 Stunden und dazu war ich sogar alleine. Ich habe direkt viel gelernt und war sehr beflügelt von den tollen Lusitanos, dass ich direkt mit Kandare reiten durfte und direkt eine Piaffe und Passage ausprobieren durfte.

Um 13.00 Uhr dann Mittagessen, danach an den Pool, der direkt hinter der Reithalle liegt - herrlich. Sonnenschein, Pferde, gutes Essen, was will man mehr. Um 15.00 Uhr nächste Reiteinheit - wieder ein tolles Pferd, wieder alleine, wieder viel gelernt und tolle neue Sachen ausprobiert und perfektioniert. Einfach klasse. Danach wieder Pool und ein gutes Buch und die absolute Entspannung in der Sonne! Total herrlich.

Am Abend reiste meine schwedische Mitstreiterin an (wir waren in der Woche die einzigen beiden Gäste auf dem Hof) und wir hatten ein tolles gemeinsames Abendessen (mit ein bisschen portugiesischem Wein). Die Schwedin war bereits das 6. Mal (!!!) auf Alcainca - das habe ich auch direkt nach dem 2. Tag verstanden. Man entwickelt sofort eine Art Sucht ... reiten auf Grand Prix Niveau, Entspannung am Pool, Sonne den ganzen Tag, eine total familiäre und sehr herzliche Atmosphäre, überaus gutes Essen und ein sehr gemütliches Bett. Was will Reiterin mehr?

Wie bereits in den Bemerkungen von Frau Kaiser geschrieben, hat man bei Programm A (2 Unterrichtseinheiten à 1,5 Stunden am Tag) keine Zeit, große Ausflüge zu machen. Obwohl die Gegend rund um Mafra und Lissabon wirklich sehenswert ist. Da ich einen Mietwagen hatte (für die ganze Woche war dieser nur 30€ teurer als der Flughafentransfer), hatten meine Mitreiterin und ich am Nachmittag auch mal einen kleinen Ausflug ans Meer nach Ericera gemacht (ca. 15 Minuten mit dem Auto und total tolles kleines Städtchen). Auch konnten wir zwischendurch mal schnell etwas einkaufen fahren, sofern uns danach war.

Die Woche ging leider viel zu schnell rum. Ich hätte tatsächlich noch mindestens eine Woche länger bleiben können... nun plane ich einfach schon mal die nächste Reise nach Alcainca.

Es war absolut beeindruckend, wie gut Georges die Pferde für einen aussucht, dass man auf Anhieb einen guten und für einen selbst passenden Partner Pferd hat. Einen am Morgen und einen am Nachmittag. Die Pferde sind alle hervorragend ausgebildet und das Lusitano-Fieber hat mich in dieser Woche gepackt - die Gänge sind so weich und im Trab fließt man so auf dem Pferd dahin. Ebenfalls waren alle Pferde sehr leicht an den Hilfen (ich hatte vorwiegend Batador und Super Mario) und haben auch Fehler des Reiters sofort verziehen. Alle Pferde waren sehr gepflegt, wir durften auch die Mähnen einflechten und die Pferde so schick machen, wie wir lustig waren. Auch das Zaumzeug und die Sättel waren gepflegt und die Anlage war sauber und sehr schön.

Allen Interessenten, die wirklich in der Dressur weiterkommen möchten und etwas lernen möchten, kann ich diese Reise wärmstens empfehlen. Es war total toll und macht süchtig!!! Allerdings läuft man Gefahr, einen der dort zum Verkauf stehenden Lusitanos direkt mitzunehmen - so auch bei mir. In meinen Partner Super Mario habe ich mich schon sehr verguckt und würde ihn am liebsten sofort nach Deutschland holen.

Also vielen Dank an alle Beteiligten und vor allem auch an die Alcainca-Crew für diese super großartig tolle Woche bei euch! Ich werde auf jeden Fall schnellstmöglich wiederkommen! Stellt schonmal den Wein kalt! :-)
JaninaNikolei
 
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Registriert: 17 Jul 2017, 11:57

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