Landmannalaugar – Abenteuer und Abwechslung pur!

Landmannalaugar – Abenteuer und Abwechslung pur!

Beitragvon admin » 25 Nov 2014, 15:24

Kaum aufgesessen, wirbelt mein Isi schon übermütig durch die kleine Reithalle, in der wir erstmal ein paar Runden probe reiten. Unglaublich, die Pferde leben doch die ganze Zeit draußen in der Herde und haben weis Gott Bewegung genug. Aber mein junger, spät gelegter Wallach ist voller Tatendrang. Endlich geht es los! Die Herde, die derweil im Pferch draußen gedöst hat, wird freigelassen und so ziehen wir im flotten Tölt davon. Eine Gruppe Reiter führt dabei die Herde an, wir anderen reiten hinterher und passen auf, dass kein Pferd umdreht. Tatsächlich gibt es da am ersten Tag zwei Kandidaten, die offensichtlich lieber zu Hause geblieben wären…
Mein Wallach entpuppt sich nach der anfänglichen Aufgeregtheit als fein gerittenes Reitpferd mit einem schönen Tölt. Kaum hat man sich allerdings an sein Pferd gewöhnt, heißt es auch schon wieder umsatteln auf das nächste. An einer steilen Felswand werden die Pferde in einen Paddock getrieben und jeder bekommt ein Neues zugewiesen. So wechseln wir täglich bis zu viermal die Pferde, damit sie immer eine kleine Pause haben. Am, Nachmittag reite ich eine kleine runde Stute, die aussieht wie ein groß geratenes Shetlandpony. Maximal 1,30 m groß und etwa ebenso breit, sieht sie sehr lustig aus. Aber das sehr bequeme „Mopspony“ entpuppt sich als eines der muntersten Pferd in der Herde und ehe man sich versieht, reiten wir plötzlich zu dritt vorne weg und unsere Pferde liefern sich en kleines Wettrennen, worauf wir so gar nicht vorbereitet waren. Leider hat niemand eine Kamera zur Hand, denn das Bild von meinem runden kleinen Pony neben dem großen, schlanken Rappen, der etwa 1,55 m misst, muss bestimmt sehr lustig gewesen sein. Nach etwa 200 m Galopp, was bei einem durchgehenden Isi irgendwie amüsant ist, wenn man schnellere Pferde gewöhnt ist, einigen wir uns schließlich auf ein Manöver und wenden gleichzeitig links ab. Danach ist alles wieder ok und wir reiten gemächlich zu den anderen zurück. Am Abend des ersten Reittags lassen wir unsere ausgelassene bunte Herde auf einer riesigen Weide im Tal und fahren noch einmal zurück zum Reiterhof, wo wir erstmal ein Bad im Jaccuzzi genießen. Bild
Am Morgen geht es weiter über die weiten Felder und das Flusstal mit Blick auf die Berge rund um das Naturschutzgebiet Thorsmörk. Bald sehen wir die ersten Gletscher, den seit dem Vulkanausbruch 2010 berühmten Eyafjallajökull und den größeren Myrdalsjökull. Die Ausläufer des Thorsmörkgebiets sind moosbewachsen und zerklüftet. An einer steilen Felswand lassen wir die Pferde frei grasen und genießen das Picknick in der Sonne. Nach einem grünen äußerst idyllischen Flusstal geht es langsam in die Berge hinauf. Wir folgen einem schmalen Pfad mit herrlicher Aussicht bis zur Hütte in Emstrur. Hoch über einem breiten Strom und einer mächtigen Felswand, thront die einsame Hütte in traumhafter Aussichtslage mit Blick auf den beeindruckenden Myrdalsglestcher. Die Pferde kennen sich hier bereits aus und wälzen sich vergnügt im saftigen Gras. Bevor sie in den Paddock kommen, dürfen sie hier noch eine Weile frei grasen. Nach einem langen Reittag genießen wir unser leckeres Abendessen. Die Hütte ist sehr einfach, ohne Dusche. Aber egal, die Aussicht entschädigt das und als am Morgen die Sonne durch die Fenster scheint, reiten wir froh gelaunt weiter.
Fast unmittelbar ändert sich die Landschaft: schwarzer feiner Lavasand bietet einen perfekten Bodern. Rund herum leuchten die Berge grün vom Moos. An einem wilden Bergfluss blühen im Kontrast pinkfarbene Blümchen mitten im schwarzen Sand. Dann kehrt das Wetter plötzlich um und gerade als wir die 30 km lange schwarze Sandwüste erreichen, auf die ich mich sehr gefreut habe, wird aus dem Regen allmählich Graupel und es ist richtig kalt. Ich bin froh jetzt auf dem schwarzen Riesen zu sitzen, denn der töltet ganz von alleine und ist unglaublich bequem, so dass ich mich nicht noch auf die Hilfen konzentrieren muss. Auch viele Wanderer begegnen uns in der Sandwüste, die weit berühmt ist. Ohne jeden Neid beobachten wir im Vorbeitölten, wie diese ohne Hosen durch die Flüsse waten, bei wenig über 0 Grad!! Bepackt mit schwer aussehenden Rucksäcken, sieht das ganze Unterfangen für uns Reiter wirklich verrückt aus. Mit halb verfrorenen Händen erreichen wir unseren Picknickplatz, aufgrund des Wetters fällt das Picknick diesmal besonders kurz aus. Der Besitzer des Reiterhofs, der unser Gepäck transportiert und die Picknicks liefert, zaubert für mich noch ein paar Wollhandschuhe hervor, so dass ich halbwegs aufgetaut wieder aufs Pferd steige. Hinter dem nächsten Hügel ist alles wieder ruhig, der Hagel ist weg und es wird sogar recht freundlich. Wir reiten durch eine schwarz-grüne Landschaft, wie wir sie im Hochland noch öfter antreffen werden. Steil bergab geht es am Abend zur nächsten Hütte. Diesmal mit Dusche, aber dafür ein großes Massenlager und spät am Abend kommt noch eine Wandergruppe herein spaziert, gut, wenn man da keinen empfindlichen Schlaf hat…
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Am nächsten Tag reiten wir durch ein moosbewachsenes hügeliges Flusstal wieder bergauf. Hier fällt es uns nicht schwer, an Trolle und Elfen zu glauben, denn die vielen grauen Felsformationen, die überall verstreut sind, wären gewiss ein idealer Wohnraum. Kann man nur hoffen, dass wir nicht über sie drüber reiten, denn so was kann böse Rache zur Folge haben! Bald geht es eine schwarze Sandpiste hoch hinauf und wir genießen einen grandiosen Blick über die weite unwirkliche Landschaft. Zur Abwechslung reiten wir hier im Schritt und so kann man sich an dem schönen Panorama auch einmal satt sehen. Die meiste Zeit treibt legt die Herde jedoch ein solches Tempo vor, dass die Reiter ganz gut zu tun haben, die Pferde anzuführen. Gerade die „alten Hasen“ würden gerne die selbst die Führung übernehmen, statt hinter den Frontreitern zu bleiben. Auf der anderen Seite des Berges geht es nun wieder hinunter ins Tal, natürlich in rasantem Tempo, denn wenn die Herde bergab galoppiert, muss man eben hinterher. Natürlich sind die Isländer aber total trittsicher und schnell entwickeln wir alle ein blindes Vertrauen in die sympathischen Kleinpferde. Wir reiten nun durch einen weiteren Fluss, auf dessen anderer Seite es durch eine schmale Felsspalte in ein grünes Tal geht. Die Pferde kennen sich aus und eines nach dem anderen reihen sie sich ein. Später in der Ebene lassen wir allmählich die schwarz-grünen Berge hinter uns und erblicken nun die ersten rot gefärbten Felswände, wie sie für das Landmannalaugargebiet so typisch sind. Über einen kleinen Pass reiten wir durch bunte Berge und durch rot gefärbte Bäche. Auf der anderen Seite erwartet uns dann schließlich das Herz des Landmannalaugar: Malerische ockerfarbene bis rote Felswände ragen von der rotgelben Ebene zu beiden Seiten empor. Noch eine Flussdurchquerung erwartet uns hier und diesmal geht es richtig tief ins Wasser. Wie froh bin ich, dass ich meine Gummireitstiefel habe und außerdem sitze ich auf einem der größten Pferde und komme so trocken und ohne Probleme drüben an. Meine Freundinnen haben da mit Stiefeletten und kleinen Pferden gleich zwei schlechte Vorraussetzungen für das Wildwasser, aber die Pferde kämpfen sich tapfer und ohne jedes Zögern durch den starken Strom, der ihnen bis an die Brust reicht. Wer nun nasse Füße hat, kann sich jedoch gleich nach dem Pferdefüttern in den heißen Quellen aufwärmen. Wellness unter freiem Himmel mit Panoramablick!
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Nach dem Bad fahren wir per Minibus zu den Hütten Landmannahellir, eine knappe halbe Stunde entfernt. Hier lernen wir, wie man auf 20 qm 11 Personen unterbringt und dann auch noch kocht und isst. In der zweiten Nacht sind es sogar noch 3 Personen mehr, da die Hütte der Männer von der Verwaltung versehentlich doppelt belegt wurde… Nach langen Tagen mit etwa 7 Stunden unterwegs bei jedem Wetter ist aber die Hauptsache, dass es warm und kuschelig ist und es was gutes zu Essen gibt. Und das gibt es auch stets! Wenn dann noch eine, wenn auch 500m entfernte Münzdusche zur Verfügung steht, fehlt es eigentlich an nichts mehr um uns Reiter glücklich zu machen.
Am nächsten Tag haben wir am Vormittag noch einmal Zeit für die heißen Quellen und für eine Erkundung des Landmannalaugar. Am Nachmittag reiten wir lediglich zu unserer Unterkunft Landmannahellir rüber. Ein schöner Ritt durch grüne, rote, gelbe und schwarze Berge und vorbei an einem großen, malerischen Bergsee. Zuvor unternehmen wir einen etwa 1-stündigen Spatziergang mit traumhaften Ausblicken. Ein schmaler Pfad führt durch eine farbenfrohe Schlucht in die Berge bei den Quellen. Oben kommen wir an einer dampfenden Quelle vorbei, die am Fuße eines roten Felsen aufsteigt. Anschließend genießen wir unser Lunchpaket und wärmen uns im kleinen fahrbaren Kaffee am Ort. Da es im Naturschutzgebiet verboten ist, wild zu campen, gibt es im Landmannalaugar ein großes Zeltlager für alle Wanderer. Auf dem steinigen Boden, dicht an dicht stehen mindestens 50 Zelte, das ganze sieht wenig einladend aus und mutet wie ein Flüchtlingslager an. Was vielleicht auch gar nicht so falsch ist, sind es doch in gewisser Weise vor allem Flüchtlinge aus dem (allzu) zivilisierten Westeuropa, die hier Zuflucht in der wilden ursprünglichen Natur suchen. Ein paar dieser Flüchtlinge lernen wir im Kaffee, einem historischen Bus, kennen. Neidisch fragen sie uns nach unserer Reittour aus. Muss man da reiten können? Wo kann man sich anmelden? Nach tagelangem Wandern in der rauen Wildnis, Flussdurchquerungen mit nackten Beinen und Schlafen im Zelt bei niedrigen Temperaturen, scheinen nicht alle Wanderer noch so euphorisch. Das lässt uns unsere glückliche Lage noch mehr schätzen. Unbeschwert genießen wir die berauschende Natur und lassen uns den ganzen Tag von den Isis hoch und runter durch die Berge tragen. Damit kommen wir natürlich auch noch viel schneller vorwärts als zu Fuss und sehen sicher doppelt so viel von der Landschaft. Obwohl das ein oder andere Foto der Mitreiter unerwartete Überraschungen bietet: Was, wo stand denn diese Hütte, waren wir dort? Denn Manches zieht doch recht schnell an einem vorbei, wenn man mit einer so lebhaften Isiherde unterwegs ist… Bild
Aber es macht unglaublich viel Spaß, unser Islandabenteuer. Und ja, man muss dafür reiten können!!! Leider sind nicht alle unserer Mitreiterinnen so sattelfest und eine von ihnen verliert am nächsten Morgen im flotten Tempo ihre Bügel und daraufhin auch den Halt. Während unser Guide Sophia mit der Herde weiterzieht, springt jemand vom Pferd und fängt die freilaufende Stute ab. Die Gestürzte sitzt wieder auf, aber währenddessen zieht die Herde immer weiter. Die Frontreiter sind vor Schreck zurückgeblieben, statt die Herde auszubremsen. Möglichst viele Reiter sollen jetzt wieder nach vorne und die Herde einfangen. Wir nähern uns dieser zu dritt, aber die Pferde legen ein so hohes Tempo vor, dass es noch recht lange dauert, bis wir sie wirklich erreichen, aber schließlich galoppiere ich um sie herum und geselle mich zu Sophia.Es wird jedoch noch eine ganze Weile dauern, bis wir sie bremsen können, da es einfach viel zu wenig Gras gibt. Nach einem sehr windigen kargen Pass geht es hinunter durch ein übrig gebliebenes Schneefeld, im Vorbeiziehen nehme ich auch dampfende Quellen wahr. Und dann endlich: Eine saftige grüne Wiese im Tal! Und nun schaffen wir es auch unsere Herde zu stoppen. Bald darauf kommt das Begleitfahrzeug und wir errichten einen Zaun um die Pferde herum. Jetzt müssen wir nur noch warten, bis unsere Mitreiter nach und nach eintreffen. Ein paar waren dicht hinter der Herde, aber bis die letzten ankommen, dauert es mindestens noch eine halbe Stunde.
Wer nicht 100%ig geländesicher ist, ist bei dieser Tour nicht richtig. Wären alle Reiter wirklich sattelfest und fit gewesen, hätte sich so etwas leicht vermeiden lassen. An diesem Punkt setzten zwei nicht so fitte Reiterinnen aus und steigen auf das Begleitfahrzeug um. Endlich geht es jetzt wieder geordnet weiter. Dafür plagt uns kurz darauf auf einem Höhenzug ein so heftiger Wind, dass ich das Gefühl habe, jeden Moment vom Pferd geweht zu werden. So lehne ich mich auf seinen Hals und lass es einfach laufen. Die Aussicht wäre mal wieder großartig, aber richtig genießen kann man sie bei dem Wind leider nicht. Nach dem Berg ist der Spuk aber wieder vorbei und wir reiten fröhlich über eine herrliche schwarze Sandpiste bis zu einem See, wo wir einen Picknickstop im Schutz der Felsen halten. Anschließend erwarten uns geheimnisvolle schwarze Schluchten, durch die kleine Bäche fließen. Und dann, ganz unerwartet hinter einem großen Felsen, ein eindrucksvoller Wasserfall. Wir haben eben noch den niedrigen unscheinbaren Fluss oberhalb passiert und sind nun sehr erstaunt über den versteckten rauschenden Wasserfall, der kurz darauf etwa 20 Meter in eine tiefe Schlucht stürzt. Die Natur Islands ist wirklich voller Geheimnisse und Überraschungen! Ständig wechselt die Landschaft. Wenn man eben noch durch ein saftiges Tal geritten ist, kann hinter dem nächsten Hügel eine karge Wüstenlandschaft liegen. Ebenso abwechslungsreich ist das Wetter. Wobei wir abgesehen von dem Graupelschauer am zweiten Reittag sehr viel Glück haben und häufig mit Sonnenschein verwöhnt werden.
Unser Ziel ist heute noch einmal die Hütte in Emstrur und der letzte Weg dorthin führt stetig bergauf über perfekte schwarze Sandpisten, wie geschaffen zum Reiten. Rund herum leuchten die Berge wieder in einem unwirklichen Giftgrün vom Moos, das sich auf dem Lavasand ausgebreitet hat. Eine bizarre unwirkliche Landschaft mit vielen schönen Ausblicken! Schließlich entlassen wir die Pferde wieder auf die grünen Wiesen mit den malerischen alten Schäferhütten, die mit typischem Grasdach gedeckt sind und uns als Sattelkammer dienen. Wir beziehen noch einmal die Hütte Emstrur und genießen den Blick auf den Gletscher und die Berge – ein herrlicher Ort! Mit dabei sind seit dem Nachmittag der lustige Stallbesitzer und sein Freund, ein ca. 70 Jahre alter pensionierter Pfarrer. Natürlich können hier alle reiten und der Pfarrer züchtete viele Jahre lang selbst Pferde. Wir verbringen einen gemütlichen Hüttenabend und eine erholsame Nacht. Die Unkompiziertheit der Isländer beeindruckt mich einmal mehr: Die beiden Männer schlafen selbstverständlich mit in der Hütte und zwar auf Matratzen am Boden neben dem Eingang. Bild
Am nächsten Morgen geht es dann bei strahlendem Sonnenschein auf unseren letzten Ritt, der uns zurück zum Reiterhof am Fuße des Eyjafjalla bringt. Das bedeutet noch einmal gut 60 km Strecke. Durch die lieblichen grünen Hügel geht es mit grandiosem Blick auf die Gletscherwelt wieder ins Tal hinab. Unterwegs schrecken wir einzelne wollige Islandschafe auf, die in der Heidelandschaft frei umherziehen. Es sind sehr lustige Tiere, die in kleinen Grüppchen von 2-4 Schafen unterwegs sind. Manchmal würden wir sie gar nicht entdecken, aber sie verraten sich stets durch ihr Blöken um dann erstaunlich schnell auf ihren kurzen Beinen Reißaus zu nehmen. Entlang einem breiten Strom reiten wir durch die Ebene am Fuße der Berge. In der Ferne ragen bereits die Westmännerinseln auf. Eigentlich hieß es wir müssten die Pferde heute sicher bremsen, denn auf dem Heimweg wären sie besonders schnell. Das Gegenteil ist schließlich der Fall: Da es immer wärmer wird - am Nachmittag herrscht T-Shirt-Wetter! – werden die Isis immer gemütlicher. Offensichtlich sind ihnen mehr als 20 Grad in der strahlenden Sonne einfach zu viel. Dementsprechend benötigen wir viel Zeit für den Nachhauseweg. Selbst meine kleine Rennkugel vom ersten Tag „kriecht“ schließlich im Schritt nach Hause. Unvorstellbar, dass sich so ein Wikingerpferd im warmen süddeutschen Sommer wohlfühlen würde, wenn bereits 22 Grad ihre Wohlfühltemperatur offensichtlich übersteigen. So genießen wir nun einen Blick in aller Ruhe auf den steil von den Felsen herab fallenden Wasserfall Seljalandsfoss. Die isländischen Kühe (übrigens so farbenfroh wie die Pferde, sogar getigert gibt es sie) beweisen heute mehr Energie und galoppieren ausgelassen neben uns her, als wir wieder die Weiden im Tal erreichen. Auf dem letzten Stück entlang der Ringstraße befinden sich viele grüne Wiesen, die eingezäunt sind für Rinder und Pferde. Entlang der Straße führt dafür ein sandiger Reitweg, dem die Pferde mehr oder weniger folgen. Ab und zu laufen sie auch auf der Straße, die anscheinend eine super Töltpiste ist. Auto stören sie dabei gar nicht und werden einfach ausgebremst. Schließlich erreichen wir den Reiterhof, wo wir schon von einigen zuvor aus Konditionsgründen ausgestiegenen Mitreiterinnen erwartet werden. Nicht nur die Pferde sind erschöpft von dem langen Ritt in der Sonne und so genießen wir erstmal ein kühles Bier und dann die ersehnte Dusche. Anschließend lädt der Hausherr zu einem leckeren isländischen Barbecue mit gegrilltem Lamm und Rind ein. Aber auch die vegetarische Variante mit gegrilltem Gemüse und Bratlingen schmeckt super. Ein toller Abschluss für unseren isländischen Abenteuerritt. Rauf und runter im flotten Tempo mit der ganzen Herde, bei teilweise weit über 60 km am Tag und bis zu 9 Stunden unterwegs, das ist eine wirklich Herausforderung für sattelfeste, fitte Reiter! Und sicher war es wieder nicht meine letzte Islandreittour, denn Reiten auf Island birgt großes Suchtpotenzial! Das Gelände, die Pferde, aber auch die sympathische isländische Lebensart machen das Land zu einem einzigartigen Reiterparadies. Da die Landschaft dabei so schön wie vielfältig ist, wird es gewiss nicht langweilig und so steht nach Kjölur und Landmannalaugar als nächstes Snaefellsnes auf dem Programm… Bild

Jessica Kiefer, August 2014

Fotostrecke: https://www.facebook.com/media/set/?set ... 099&type=3
Link zum Programm: http://www.reiterreisen.com/lma009.htm
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