Kreta Inseltrail - hoch zu Ross von Küste zu Küste in 7 Tage

Kreta Inseltrail - hoch zu Ross von Küste zu Küste in 7 Tage

Beitragvon admin » 04 Mär 2013, 17:36

In Basel herrscht traumhaftes Sommerwetter, 27°C und Sonne satt. Warum eigentlich noch gen Süden fliegen, frage ich mich kurz beim hektischen Packen der letzten Sachen. Gut, die Online-Wettervorhersage für Kreta klingt auch recht

verlockend: Bis Donnerstag blauer Himmel, Sonnenschein und 23° bis 25°C - das perfekte Reitwetter also - es stellt sich doch wieder Urlaubsfreude ein!

Am Flughafen geht alles recht schnell und entspannt, da ich bereits am Vortag online eingecheckt habe und nun nur noch mein Gepäck aufgeben brauchte. Gemütlich schlendere ich zur Sicherheitskontrolle, als ich die Lautsprecherdurchsage höre: "Letzter Aufruf für PEGASUS!" - der Schreck fährt mir durch Mark und Bein und ich will schon losstürzen, als mir klar wird, dass damit ja nur die Airline gemeint ist und nicht die Kunden von PEGASUS Reiterreisen...

Nach 3 entspannten Flugstunden ist das erste, was ich von Kreta sehe, als ich aus dem Fenster schaue, Schnee! Schneebedeckte Berge unter mir! Kurz überlege ich, ob ich im falschen Flieger sitze oder ob wir wieder zurückgeflogen sind in die Schweiz?! Mein Sitznachbar meint jedoch, das sei ganz normal, denn die höchsten Berge Kretas haben ca. 2.500 m und zudem hatte es ja recht schlechtes Wetter die letzten Wochen mit ungewöhnlich starken Niederschlägen. Danach erlebe ich einen wunderschönen Panoramaflug entlang der Nordküste: Chania, Rethymno, beeindruckende Steilküste, türkisblaues Meer, hübsche kleine Häfen, malerische Buchten und zum Schluss Heraklion, die Inselhauptstadt, wo wir landen - pünktlich, nicht mit einer Stunde Verspätung, wie die Uhr am Flughafen anzeigt, das liegt nur daran, dass hier nicht auf Sommerzeit umgestellt wird wie bei uns, also stelle ich meine Uhr eine Stunde vor. Am Flughafen werde ich

schon von Kristy in Empfang genommen, die mich mit ihrem kleinen Auto abholt und schon ganz begeistert berichtet, wie sympathisch die anderen Teilnehmerinnen der Gruppe wären, die sie im Laufe des Tages schon von Heraklion und Chania abgeholt hatte. Auch erzählt sie mir, dass sie ursprünglich aus Belgien kommt, nun schon 18 Jahre auf Kreta lebt, mittlerweile von ihrem Mann geschieden, aber jetzt würden sie sich besser verstehen und sie haben eine gemeinsame Liebe: die Pferde, das Reiten und Kreta! Vor allem hätte sie in den 18 Jahren hier eines gelernt: Geduld. In Griechenland ticken die Uhren eben immer noch anders - etwas, das auch wir in den nächsten Tagen erfahren

sollten...

Nach gut 1 1/4 Stunde Fahrt auf der von rosa blühendem Oleander gesäumten Autobahn und einem schon fast kitschig schönen Sonnenuntergang im Meer erreichen wir Georgioupoli. Der beschauliche kleine Ort an der Nordküste Kretas

bietet alles, was das Urlauberherz begehrt, ohne all zu große Bausünden, dafür mit einem hübschen kleinen Marktplatz, netten Tavernen und einer schönen Strandpromenade – klein aber fein! In unserer ersten Unterkunft, den Egeon

Studios, werde ich von dem sehr netten Besitzerpaar herzlich empfangen: Von Poly, die mich begrüßt mit "Welcome Darling, everything alright?" und von ihrem Ehemann, der vor der Rezeption sitzt und in aller Ruhe seine Fischernetzte

repariert. Ganz besonders freue ich mich auch darüber, Ate wiederzusehen, vor 7 Jahren hatten wir zusammen die Reittour in Jordanien gemacht und 1 Woche Wüstenabenteuer schweißt schon sehr zusammen. Umso mehr sind wir nun

gespannt auf ein nächstes gemeinsames Reitabenteuer! Im urig-gemütlichen Restaurant treffen wir dann den Rest unserer Truppe, insgesamt 6 Reiterinnen aus Deutschland, Schweiz und Italien, und unseren Guide Georgis. Im

Hintergrund läuft griechische Musik und der Tisch füllt sich schnell mit einigen Karaffen Hauswein und Bergen von leckeren Speisen, mit Käse gefüllten Teigtaschen, Salat, Tsatsiki, überbackenem Fetakäse u.v.m.

Nachdem wir satt waren, kam der Hauptgang. Damit hatte niemand von uns noch gerechnet: Berge von gegrilltem Fleisch, Kartoffelecken, Zucchini - wir waren fassungslos und irgendwann zum Platzen voll. Es sollte sich jedoch

herausstellen, dass man Essen auch trainieren kann und wir am Ende der Tour schon wesentlich mehr verputzen konnten als am ersten Abend! Nach dem Dessert, netten Gesprächen und viel Gelächter wurde noch ein wenig über die

Pferdeeinteilung und persönliche Vorlieben gesprochen aber über die endgültige Entscheidung wollte unser Reitführer Georgi noch einmal eine Nacht schlafen...

Am nächsten Morgen machte der Sonntag seinem Namen alle Ehre: Mit strahlendem Sonnenschein wurden wir geweckt und schlenderten gemeinsam drei Minuten entlang der Strandpromenade zum Restaurant, wo uns ein freundlicher Kellner und ein riesiges Frühstücksbuffet erwartete. Mit Blick aufs Meer und Meeresrauschen zum Frühstück fühlten wir uns gleich wie Urlaub!

Danach ging es zum Stall etwas oberhalb des Ortes, wo schon die geputzten und gesattelten Pferde frisch und munter auf uns warteten. Schnell fand jeder sein Traumpferd und ebenso schnell sollte sich herausstellen, dass Georgis

Empfehlungen bezüglich der Pferdeeinteilung sehr passend waren. Ich bekomme Erato, griechisch "die Liebliche", eine der 9 Musen in der griechischen Mythologie, u.a. die Muse der Liebesdichtung, des Tanzes und Gesanges - na

wenn das mal kein gutes Orakel für diese Woche ist! Auf Erato, einem herzigen Powerpferdchen, fühle ich mich auch sofort göttlich und habe mich sogleich in sie verliebt!

Von Georgi erfahre ich, dass sie ein kretisches Pferd ist. Diese Rasse zeichnet sich aus durch einen starken Charakter, Fleiß, Mut, Trittsicherheit, Umgänglichkeit und Genügsamkeit - die idealen Pferde für einen anspruchsvollen Trail durch die Berge also. Sie sind sehr ausdauernd und vorwärtsgehend und zudem können sie auch tölten und den Rennpaß, wie ich

beim ersten Galopp bemerke - so schnell wie die anderen galoppieren, bin ich mit Erato im Rennpaß unterwegs - ein aufregendes Gefühl!

Nach ca. 25 min. Eingewöhnungszeit im Sattel erreichen wir gleich das erste Highlight: den Strand! Sonne, Strand und Meer, dazu frische Pferdchen - eine feine Mischung für fröhliche Galoppaden. Die Badegäste zücken begeistert ihre Fotoapparate, während wir wie mit geflügelten Pegasus-Rössern vorbei galoppieren... Nach ca. 4 km verlassen wir sandbespritzt und mit einem Lächeln im Gesicht den Strand in Richtung Berge. Heute liegt der längste Tag vor uns: ca. 50 km und 8 Stunden im Sattel. Unser Weg schlängelt sich durch Küstenorte, vorbei an hübschen kleinen Häusern, deren Gärten überquellen von berauschender Blumenpracht: Rosen, Oleander, Geranien, Bougainvillea und immer wieder Oliven, wohin das Auge blickt. Richtung Berge wird es mit der Zeit immer grüner und einsamer. Den Weg säumen nun wilde Kräuter, wie Oregano, Thymian und Salbei. Immer wieder sehen wir Ziegen- und Schafherden, während mächtige Goldkopfadler über uns kreisen. Die flimmernde Mittagshitze wird zum Glück immer wieder aufgelockert durch eine kühle Brise vom Meer und den "Fahrtwind" vom Galopp. Und damit die Reiter im Schritt nicht eindösen, bimmelt ab und zu ein Schaf- oder Ziegenglöckchen. Bei einer kleinen Kirche machen wir eine kurze Rast für Pferde und Reiter.

Nach ca. vier Stunden im Sattel erreichen wir Agrioupoli. Die Pferde satteln wir ab und lassen sie auf einer kleinen Weide, während wir zum Restaurant gegenüber schlendern. Der Ort ist bekannt für seine zahlreichen Quellen und so

ist auch das Restaurant eine angenehm kühle, grüne Oase mit Wasserläufen, Wasserbecken und Wasserfällen ringsherum - ein wunderschöner Ort für unser leckeres, ausgiebiges Mittagsmahl: gefüllte Weinblätter und zahlreiche weitere Vorspeisen, die obligatorischen Fleischberge vom Grill (heute schafften wir schon deutlich mehr, nach vier Stunden im Sattel!), dazu kühler Weißwein - einfach herrlich! Bei 3 Stunden Mittagspause (um die Pferde in Ruhe fressen und erholen zu lassen und die Mittagshitze zu umgehen) hatten wir noch Zeit den Ort zu besichtigen. Nur war in diesem hübschen kleinen Bergdorf um die Mittagszeit nicht all zu viel los. Von einem netten Ehepaar wurden wir eingeladen zu Wasser, Brot mit Olivenöl und Raki, der Mann hatte 17 Jahre in Deutschland gelebt und erzählte uns einige Geschichten - dann startete die "Verkaufsshow" - seine Frau präsentierte uns einige schöne Tischdecken mit Olivenmotiven bestickt. Zum Glück kaufte Ate eine und so konnten wir weiterziehen.

Durch hübsche kleine Gassen eilten wir hinab zum Restaurant, wo sich dann aber noch Zeit für einen gemütlichen Kaffee fand, bevor wir die Pferde wieder sattelten und weiterritten. Am Nachmittag führte der Weg durch einen Zauberwald von uralten, knochigen Olivenbäumen, z.T. über 2.000 Jahre alt. In der Schlucht, die wir durchritten, gibt es über 40 verschiedene Baumsorten, erzählt mir Georgi. Ich bin beeindruckt. Beeindruckend waren auch die großen, dunkelroten Blüten der Fleischpflanzen, die wir immer wieder am Wegesrand sehen. Sie wachsen anscheinend besonders

gut an Stellen, wo einmal ein Tierkadaver gelegen hat. Zu den Oliven erzählt mir Georgi noch, dass es auf Kreta wohl die besten Oliven im Mittelmeerraum gibt, da hier die Bedingungen ideal sind. Zudem kommt fast alles Obst für Griechenland von Kreta. Die Olivenbäume, die wir in den Plantagen sehen, sind z.T. 300 bis 400 Jahre alt, was man an den

dicken Stämmen sieht. Sie werden jedoch regelmäßig fast komplett abgesägt, damit der Mutterstamm neue, frische Triebe bringt. Diese Bäume können dann z.T. über 100 kg Oliven tragen! Im Moment ist gerade die Olivenblüte, zarte,

kleine gelblich-weiße Blüten, die kaum duften. Die Blüte dauert nur 1 Woche und kommt dieses Jahr gut 4 Wochen zu spät, wie die gesamte Vegetation auf Kreta, da das Wetter im Frühjahr ungewöhnlich kühl und regnerisch gewesen

war.

Wir legen eine kurze Pause ein, bei der uns Georgi frisch gepflückte Orangen anbietet - süß und saftig, eine Freude nicht nur für die Reiter, sondern auch für die Pferde! In der goldenen Abendsonne genießen wir dann noch einige

schöne Galoppaden durch die Berge, bevor wir unser Hotel erreichen, schon 5 km vor der Südküste - was für ein Ritt am ersten Tag!

Als wir an einem Mini-Markt vorbeireiten, staune ich nicht schlecht und meine zu Diana: "Schau mal, die verkaufen hier sogar Satteldecken!". Doch dann stellte sich heraus, dass dieser Stapel frische Satteldecken für uns von Kristy gebracht

worden war, ebenso wie unser Gepäck - das war von nun an täglicher Service. Die Pferde entlassen wir auf eine nahegelegene Weide, wo sie sich gierig auf das Kraftfutter stürzten - so wie wir dann im Hotel auf unser feines griechisches Essen!

Montag, 23.05.2011

Um 7 Uhr aufstehen mit Sonne und blauem Himmel - das sieht doch vielversprechend aus - ebenso wie unser zunächst leerer Frühstückstisch, der sich wie bei "Tischlein deck dich" nach und nach mit zahlreichen Leckereien füllt:

Omelett mit Tomaten, selbstgemachter Käse, frischer Joghurt mit Thymianhonig, Tee von Bergkräutern und kretischer Kaffee (ähnlich dem türkischen Kaffee, mit Kaffeesatz aus dem wir täglich versuchten herauszulesen, was der heutige

Reittag wohl bringen wird) oder Neskaffee für die Touris (ich gebe zu, ich habe mich zunächst auch für diese etwas gewohntere Variante entschieden, später aber auch den kretischen Kaffee genossen). Gestärkt ging es dann zu unseren Pferdchen, die uns schon mit scharrenden Hufen erwarteten. Erstes Highlight war die beeindruckende Kotsifu-Schlucht. Zunächst ging es ein Stück die kaum befahrene Straße entlang durch einen schmalen Felsdurchbruch und dann auf

steinigen Wegen durch die wild-romantische Schlucht Richtung Libysches Meer, das schon im Hintergrund verlockend blau schimmerte, während wir zu Pferd durch Wolken von Thymian-, Salbei- und Oreganodüften schwebten.

Am Meer, in der ersten kleineren Bucht, erwartete uns ein kurzer Strandgalopp und danach eine idyllische Rast im sonnendurchfluteten Olivenhain. Zur Erfrischung gab es hier Zitronen direkt vom Baum, die wir z.T. wie Orangen

aßen (sauer macht lustig!!) oder den Saft in unser mitgeführtes Wasser träufelten - Zitronenlimo selbst gemacht!

Danach erlebten wir traumhafte Steilküstenabschnitte hoch zu Ross - rechts von uns türkisblaues Wasser und Postkartenstrände in kleinen, malerischen Buchten, links von uns schroffe Felswände und vor mir zwei gespitzte weiße Ohren von meinem munter voranschreitenden Pferdchen. Gibt es eigentlich Leute auf dieser Welt, die heute arbeiten müssen und im Büro sitzen, fragen wir uns kurz?

Unsere Mittagspause machten wir in einem Restaurant ca. 300 m von einem hübschen Strand in einer einsamen Bucht entfernt. Nach einem "Cocktail" in Form eines frisch gepressten O-Saftes war also erst mal Beach angesagt! Wir

tauschten die Reitstiefel gegen Flip Flops und sprangen in unser Strandoutfit. Am Beach wehte jedoch ein heftiger Wind, der uns zunächst davon abhielt, uns gleich in die Fluten zu stürzen, aber nach einer halben Stunde brutzeln in der

Sonne wagten wir es doch! Einfach herrlich, hinauszuschwimmen im glasklaren Meereswasser und sich von den Wellen sanft wieder ans Ufer tragen zu lassen... Ein Fischer bot uns noch frisch gesammelte Muscheln an - na, da würde doch ein Schluck Schampus gut dazu passen, oder? (Auf meine Frage hin meinte er, den Champagner hätte er in seinem Auto – dies zu überprüfen, darauf habe ich

dann jedoch dankend verzichtet.) Auf jeden Fall waren wir anschließend megahungrig und freuten uns auf unser Lunch im Restaurant! Als Nachtisch gab es noch Maulbeeren frisch vom Baum zu naschen ...

Voll gefuttert, müde und ein wenig steif hockte ich dann wieder auf dem Pferd, obwohl ich kurzfristig mit einer Hängematte und ausgiebiger Siesta geliebäugelt hatte. Doch nach nur 10 Minuten im Sattel und einem Galopp zum Aufwachen - in meinem Falle Rennpaß - fühlte ich mich wieder pudelwohl und freute mich, dass es weiterging.

Entlang eines Flusslaufes, gesäumt von wildem Oleander in üppiger Blütenpracht ging es zu unserem nächsten Ziel, dem berühmten Preveli Kloster. Wir besichtigten die weitläufige Anlage mit dem Museum und dem reichen Kirchenschatz. Im Mittelalter war das Kloster sehr wohlhabend gewesen und verfügte über weite Ländereien und Besitztümer.

Nach gut einer Stunde und der Überquerung einer wunderschön geschwungenen römischen Brücke zu Pferd, ging es weiter durch die Berge mit einigen fröhlichen Galoppaden auf feinen Pisten. Da ließen wir uns auch nicht durch ein

entgegenkommendes Auto stoppen - respektvoll hielt der Fahrer, ein leicht verschreckter Touri mit Sonnenhut, am Rand, während wir an ihm vorbei galoppierten - warum auch den schönen Galopp unterbrechen? Unsere Pferde

waren „fit wie Turnschuh“ und so genossen wir die herrlichen Galoppaden in der Abendsonne, die die Berge in ein bernsteinfarbenes Licht tauchte.

Zum Sonnenuntergang erreichten wir unser Hotel in einer kleinen Bucht - im Wasser konnten sich unsere fleißigen Pferdchen noch die Beine kühlen, danach gab's für die Reiter was Kühles zu trinken und eine heiße Dusche. Schön war bei diesem Hotel der Außengang auf der Rückseite, von dem aus alle Zimmer abgingen und der einen Blick auf die Pferdekoppel direkt daneben bot - ein richtiges "Reiterhotel"! Es gab wieder ein üppiges Abendmahl, umzingelt von

zahlreichen liebenswürdigen Katzen, für die ganz zufällig auch immer mal der ein oder andere Bissen unter den Tisch fiel...

Dienstag, 24.05.2011

Mein Handy klingelt mich um 06 Uhr 20 aus dem Bett - selbst Schuld, dass ich es auf so früh gestellt habe. Was habe ich mir dabei nur gedacht?! Doch meinen Plan wollte ich unbedingt in die Tat umsetzen und deshalb hüpfte ich aus dem

Pyjama gerad in meinen Bikini und schlich ans Meer hinunter, das spiegelglatt und unberührt vor mir lag. Zugegeben, ein wenig Überwindung kostete es mich schon, in das kühle Wasser einzutauchen, aber erst einmal drin, war es himmlisch

- und die heiße Dusche danach auch!

Noch vor dem Frühstück ging es auf zum nächsten Abenteuer: Georgis wollte uns noch einen ganz besonderen Geheimtipp zeigen: Palm Beach! Also kraxelten wir 10 Minuten an der Steilküste entlang zur benachbarten Bucht und wurden mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt: Friedlich lag Palm Beach in der goldenen Morgensonne, ein Fluss mündete ins karibisch blaue Meer und schroffe Felswände bildeten eine beeindruckende Kulisse für diesen magischen Ort. Die Magie des Platzes hatte schon in den 60er Jahren zahlreiche Hippies angezogen, die hier viele Jahre ihr Quartier hatten. Auf abenteuerlichen Pfaden schlängelten wir uns durch den dschungelartigen Wald bis hin zu einem kleinen Wasserfall, wirklich paradiesisch und das schöne: total einsam und untouristisch - da kann Leonardo di Caprio mit "seinem Beach" gerad einpacken!

Nach diesem tollen Erlebnis hatten wir ordentlich Hunger zum Frühstück, bei dem es u.a. ganz originell (oder mangels Eierbechern) gekochte Eier aus Espresso-Tassen gab. Hinter dem Hotel lauerten schon unsere Pferde, frisch und

munter. Während dem Satteln zog sich der Himmel zu, einige Tropfen fielen und in der Ferne hörten wir Gewittergrollen. In den Bergen und am Meer ändert sich das Wetter schnell - auch wenn es üblicherweise auf Kreta nach dem 15. Mai nicht mehr regnet (und die Insel nach Zypern die sonnigste im ganzen Mittelmeer ist, wie uns der Reiseführer versprochen hatte). Eigentlich sind wir hier gerade in der trockensten Gegend der Insel. Hier im Süden regnet es

im ganzen Winter über i.d.R. nur drei bis vier mal, doch dieses Jahr ist alles anders. Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Aber wir haben Glück, wir bleiben bis auf wenige kleine Tropfen trocken.

Der Vormittag beschert uns wieder spektakuläre Aussichten entlang atemberaubender Steilküste - unter uns das türkisblaue Meer, über uns der plötzlich wieder stahlblaue Himmel - mit der Sonne wird es auch sofort gut

warm. Am Ende einer schönen Bucht heißt es Sanddünenklettern für uns und unsere Pferde, denn ein riesiger Fels versperrt den Weg - die Alternative wäre drum herum zu schwimmen. Dann doch besser Sanddünenklettern. Da der Pfad

schmal ist und der Sand sehr fein, ähnlich wie Treibsand, steigen wir lieber ab und führen unsere Pferde. Einige von ihnen nutzen das gleich aus, um sich voll Freude samt Sattel im Sand zu wälzen, was wir versuchen eilig zu unterbinden.

Nach einer kurzen Fotosession vor roten Felsen und azurblauem Meer geht es weiter zur nächsten Bucht, die bei Windstille und strahlendem Sonnenschein zum Baden mit den Pferden einlädt! Drei unserer Pferde wurden als besonders

seetauglich ausgewählt und so schälten wir Reiter uns aus unseren Reitsachen, während die Pferde ein heißes Sandbad und dann gemeinsam mit uns ein kühles Bad im Meer nahmen. Mit den Pferden zu schwimmen war für einige Reiter ein

ganz neues Erlebnis, für manche wurde es auch eher ein Tauchkurs, doch lustig war es für alle! Gut erfrischt ging es dann weiter zur Mittagsrast.

Während die Pferde in einem Corral ihren Freilauf und das Kraftfutter genossen, ließen wir uns in der nahegelegenen Taverne am Meer neben feinem Mousaka auch frischen Fisch und Meeresfrüchte schmecken, z.B. Riesenoktopus und

Garnelen, dazu griechische Musik, einen Raki nach dem reichhaltigen Essen und danach ab in den Liegestuhl nebenan - das ist Urlaub!!!

Die Idylle wird nur unterbrochen von einem Hirten, der aufgeregt mit seinem traditionellen Hirtenstab wedelnd seine Schafherde am Strand entlang treibt...

Ein besonderer Service des Restaurants ist die Rückfahrt per "offenem Transfer" (auf der Ladefläche eines Transporters) zurück zu unseren Pferden, ein besonderer Gaudi für uns fußlahme Reitergruppe.

Nach einigen Minuten im Sattel halten wir bei einem kleinen Kiosk, um die Pferde zu tränken - Georgi fragt die Besitzerin nach Wasser, die uns sofort einen Schlauch und Eimer zur Verfügung stellt. Ihre Kinder betrachten derweil scheu

unsere Pferde und trauen sich nach der anfänglichen Schüchternheit dann doch heran, um sie zu streichen und werden von Georgi sogar mal in den Sattel gehoben - stolz wie richtige Cowboys!

Durch die Berge mit ihrem Duft von wilden Kräutern, das strahlende Gelb blühenden Ginsters und das zarte Rosa der Oleanderbüsche reiten wir vorbei an weißen Bergdörfern, die wie Adlernester an den Berghängen kleben, zum Kloster

von St Antonius um das sich einige Mythen und Legenden ranken. St Antonius steht für die Erfüllung von Wünschen und Hoffnungen und so zünden wir in der Kirche ihm zu Ehren Weihrauch und Kerzen an – man weiß ja nie...

Der Abend bringt noch einige nette Galoppaden hinein in den Sonnenuntergang.

Kurz bevor wir unser heutiges Etappenziel erreichen, durchreiten wir das Städtchen Akoumia, in dem wir an einer Schule vorbeikommen, wo uns eine Gruppe kleiner Kinder jubelnd zuruft und stolz ihre Englischkenntnisse an uns ausprobiert:

"Hello! How old are you?" - darauf antworten wir Frauen natürlich nur mit einem netten Lächeln :o) Die Pferde bleiben über Nacht im üppigen Feld eines lokalen Bauern, der uns stolz seine Olivenbäume zeigt und auch noch ein

verstecktes Vogelnest im Gebüsch. Wir bleiben nicht im Ort sondern fahren ca. 20 min. nach Triopetra ans Meer. Hier nächtigen wir in einem hübschen, terrassenförmig angelegten Hotel. Zum Abendessen gibt es Fisch, den der Herr

des Hauses selbst gefangen hat und als unübertroffenen Nachtisch gebackene Schafsmilch mit Zimt. Satt und müde falle ich in mein Bett, wo ich mit dem Meeresrauschen als Gute-Nacht-Musik schnell einschlafe...

Mittwoch, 25.05.2011

Das üppigste Frühstück sollte uns heute erwarten, mit frisch gepresstem O-Saft, verschiedenen Omeletts, sowie Sfakanipitta - hauchdünne Teigtaschen gefüllt mit Schafskäse und Honig - so lecker und dazu Meerblick, Sonnenschein und ein sehr sympathischer Kellner, der sich alle Mühe gibt, uns jeden Wunsch zu erfüllen!

Wieder bei den Pferden, starteten wir heute zur Bergetappe, nach dem ersten Tag der anstrengendste Abschnitt der Reittour. Kreta zeigte uns auch heute wieder neue Seiten - Landschaft und Vegetation waren ganz anders als an den

vergangenen Tagen. Auf dem Weg in die Berge ging es durch ein würzig duftendes Kiefernwäldchen und vorbei an steilen Felswänden, auf denen verwegene Bergziegen turnten, auf ein Hochplateau hinauf, das von vielen kleinen Wasserläufen durchzogen und somit immer feucht ist, auch im Hochsommer, was den Bauern Obst- und Getreideanbau ermöglicht. Prächtige Blumenwiesen verzauberten uns mit einem Meer aus Düften und Farben: über rote Mohntupfer, gelbe Margeriten und lila Disteln taumelten bunte Schmetterlinge. Am Wegesrand wuchsen Feigen-, Kirsch-, Orangen-,

Johannisbrot-, Walnuss- und Mandelbäume, von denen es ab und zu auch etwas zu naschen gab. Und bei langen Galoppaden über gewundene Wege schlug unser Reiterherz höher. In kleinen einsamen Bergdörfern winken uns Griechen

freundlich zu, in einem Innenhof erspähen wir noch einen Esel - Griechenland wie aus dem Märchenbuch!

Nach der vierstündigen Vormittagsetappe kehrten wir in ein hübsches Restaurant ein, gerade rechtzeitig vor dem dann einsetzenden heftigen Regen. Kurzerhand wurde die Mittagspause verlängert und wir tranken so lange Raki, bis der Regen aufhörte. Das dauerte bis 18 Uhr, dann ging es trocken weiter. In den Bergen und

Wäldern herrschte nun eine fast mystische Stimmung.

Das Quartier für die Pferde erreichten wir erst in der Dunkelheit - auf den letzten drei Kilometern wurden wir zu "Nightriders". Im Finstern brachten wir die Pferde zu ihrem Schlafplatz und freuten uns auf ein griechisches Gourmetessen. Es war zwar schon sehr spät, doch das fantastische Essen, dass uns der stolze Chefkoch und Restaurantbesitzer höchstpersönlich auftischt, lässt alle Müdigkeit und Anstrengung schnell vergessen. Beeindruckt und begeistert staunen wir über all die Köstlichkeiten, die unser Tisch kaum fassen kann: gebackener Feta mit Tomate im Teigmantel, zarter Schweinebraten in Honigsoße u.v.m. Zum Glück sind wir nun schon viel trainierter im Essen und schaffen es, fast alles wegzuputzen!

Halb 12 fahren wir vom Restaurant nach Rethymno ins Hotel im lebendigen Stadtzentrum - welch ein Kontrast zu den ruhigen Buchten und Bergen der letzten Tage – herzlich willkommen zurück in der Zivilisation!



Donnerstag, 26.05.2011

Bereits unser letzter Reittag - kann das sein? Fast ein bisschen komisch kommen wir uns Reiter in diesem Stadthotel vor, als wir uns am Morgen in voller Reitmontur am Frühstücksbüffet stärken. In dem Städtchen herrscht reges

Treiben, Markt und viel Verkehr. Doch all das lassen wir schnell hinter uns bei der Fahrt zu unseren Pferden, die in dem kleinen verschlafenen Bergdörfchen auf uns warten. Da es die Nacht gewittert hatte, waren einige Pferde doch etwas

schmutziger als die vergangenen Tage. Nach dem Putzen, Satteln und Tränken ging es los - bei Sonnenschein - doch nicht, ohne vorher noch einmal von den Rabatten und den herrlichen Blumenbeeten genascht zu haben - ich stellte fest,

mein Pferd hat Rosen gern, zum Fressen gern!

Ab und zu tröpfelten heute zwar mal einige Regentropfen auf uns herab - vornehmlich aus heiterem Himmel - doch wir hatten wahrlich Glück diese Woche und sind nicht einmal durchnässt worden.

Der Morgenritt führte uns durch malerische Olivenhaine und kleine Orte, wo uns immer wieder Einwohner freundlich zuwinkten: alte Frauen, traditionell ganz in schwarz gekleidet, kleine Kinder, Männer im Kafenion, dem traditionellen

Kaffeehaus und immer mal wieder hielten wir an, um mit ihnen ein paar Worte zu wechseln (v.a. Georgi, wir Reiterinnen waren des Griechischen leider weniger mächtig, auch wenn ich mich bemühte, in der Woche einige Wörter zu lernen, z.B. alogo = Pferd, poly kalo = sehr gut, efcharistoõ = Danke, parakalo = Bitte).

Weiter ging es durch paradiesische Vegetation: Orangen, Steineichen, Johannisbrotbäume, Palmen, Wein, Kakteen und immer wieder Olivenbäume säumten unseren Weg - dazu ein farbenfrohes Blumenmeer über dem bunte

Schmetterlinge taumelten und dessen Duft uns zusammen mit dem sanften Wiegen im Sattel und dem steten Hufgeklapper so langsam einschläferte - zum Glück gab es wieder nette Galoppaden, die uns aus unserer Meditation

aufweckten.

Ebenfalls aufmunternd wirkte der starke kretische Kaffee - schwarz wie die Nacht - bei unserer spontanen Kaffeepause in einem typischen kleinen Kafenion in Kaloniktis. Die Kinder, die gerade aus der Schule kamen, bestaunten unsere

Pferde, während die Männer im Café uns bestaunten... Unser Reitführer Georgi wurde immer wieder beneidet auf dem Ritt - ich verstehe ja nicht viel Griechisch, aber manches versteht man (frau) auch ohne Worte! Vor allem, wenn er erzählte, wo wir schon überall gewesen waren mit unseren Pferden, dann kamen die Leute aus dem Staunen kaum mehr heraus - man sieht, das Hinterland von Kreta ist wirklich noch sehr ursprünglich und es ist noch etwas ganz besonderes, wenn Reiter hier durch die Ortschaften kommen! Immerhin legten wir bei dem Ritt in nur 5 Tagen über 200 km zurück auf unseren fleißigen Pferden - schon eine Leistung, die man bestaunen kann!

Nach dem Kaffee-Zucker-Energieschub hielten wir gerad noch so die eine Stunde aus bis zu unserer heute etwas späten Mittagsrast. Um 15 Uhr erreichten wir das Restaurant in Konstantinos. Direkt unterhalb gab es einen Olivenhain, wo wir die Pferde anbinden wollten. Die einzige Zufahrt war nur leider versperrt mit einem riesigen Berg Felsbrocken. Zum Glück konnte der Restaurantbesitzer diese mit einem großen Bagger rasch beseitigen - nach dem Motto: "Wir machen den Weg frei!" - und schon hatten unsere Pferde ihre wohlverdiente Mittagspause und wir konnten in die Taverne einkehren, eine uriggemütlich-schicke Biker-Kneipe, die in gelungener Form historische Bausubstanz und modernes Ambiente verband, mit einem riesigen Motorrad-Graffiti an der Wand - hier waren wir "Easy Riders" also richtig - weniger richtig

war vielleicht die Idee mit dem vielen Raki zur Mittagspause. Aber gut, nach dem wieder mehr als üppigen Essen half uns ein wenig "Treibstoff" wieder ab in den Sattel und weiter schaukelten wir auf unseren unermüdlichen Vierbeinern in

der Mittagssonne in Richtung Meer.

Am Straßenrand lief eine ältere Frau, ganz in schwarz, um in einem der vielen Schreine eine Kerze anzuzünden - eine der vielen kleinen Begebenheiten am Wegesrand, die wir auf dieser Reittour beobachten konnten...

Eine der besten Ideen von Georgi war der Eis-Stopp in Episkopi - in diesem kleinen Dorf gibt es das beste Eis Kretas! So lud er uns 6 Frauen spontan auf eine Runde köstliches Eis ein - eine willkommene Erfrischung! Da ich beim

Eisessen immer die Letzte bin, nahm ich meine Eistüte kurzerhand mit aufs Pferd, als es weiterging - noch nie zuvor hatte ich während dem Reiten Eis gegessen - auch wieder eine neue Erfahrung auf Kreta!

Langsam aber stetig ging es bergab in Richtung Meer, das wir dann in der Dämmerung endlich erreichten. Nun kam der krönende Abschluss unserer Reittour: 4 km Galopp am menschenleeren Sandstrand! Nach dem versammelten

Gruppengalopp zu Beginn ließ Georgi dann die Pferde laufen - jeder wie er wollte - einige Pferde gaben dann natürlich richtig Gas! Für mich war es am schönsten, mit Erato durch die Wellen zu galoppieren, woran scheinbar auch

mein Seepferdchen Vergnügen fand! Wie herrlich, durch die silberne Gischt, ganz für sich allein, zu galoppieren - ein ganz einzigartiges Ende einer wunderbaren Reise zu Pferd!

Schlammbespritzt flanierten wir dann hoch zu Ross die Strandpromenade entlang, wo andere Urlauber gerade schick beim Dinner saßen und uns mit "Sind die aber schmutzig!" kommentierten - schmutzig vielleicht, aber glücklich ganz sicher, nach einer wunderbaren Woche im Sattel! Im Stockdunklen erreichten wir dann gegen 21.30 Uhr den Stall, wo wir unsere Pferde nur schnell absattelten, wonach diese dann in der Dunkelheit verschwanden, um sich genüsslich zu wälzen. Auf uns Reiter wartete wieder das Appartement wie am ersten Abend und das gleiche Restaurant für ein gemütliches Abschiedsdinner.



Freitag, 27.05.2011 - Fortsetzung !

Da wir alle nicht genug bekommen konnten von Kreta, hatte jede von uns noch eine oder mehrere Verlängerungsnächte gebucht. Noch einen Tag zum Ausspannen am Strand, das war der Plan! Doch zunächst erst einmal: Ausschlafen ! Beim Aufstehen um 09.30 Uhr denke ich, an Pferdeentzug oder Halluzinationen zu leiden, als ich Hufgetrappel höre - ein rascher Blick aus dem Fenster bestätigt mir jedoch, dass tatsächlich "unsere" Pferde vorbeitraben - frisch vom Strand. Natürlich sind es andere Pferde aus dem Stall, denn unsere Pferde haben heute Vormittag erst einmal frei, nach der Tour. Sie gehen frühestens heute Abend wieder, vielleicht auf eine kurze Runde von 1-2 Stunden, damit sie ein wenig Bewegung haben. Das sei besser, als ganz stehen lassen, nach so einer Tour, mit täglich fast 8 Stunden Bewegung, meinte Georgi.

Ich bewege mich nun auch und zwar drei Minuten am Strand entlang zu "unserem" Restaurant. Der Kellner kannte uns sogar noch, nach einer Woche, und meinte nur, ach ja, die 6 Reitermädels! Diesmal hatten wir genügend Zeit das üppige Frühstücksbüffet ganz in Ruhe zu genießen - unter Palmen, in der Sonne, am Pool ...

Danach zogen einige von uns um in Hotels für die Verlängerungsnacht. Bei Petra, Diana, Ate und mir ging es ab ins 4*Corissia Princess mit einer freudigen Überraschung: Weil das Hotel ausgebucht war, gab es für uns alle ein Upgrade in eine Suite. Nun saß ich da, in meiner riesigen Suite, mit 2 Zimmern, 4 Betten und Bad mit Jacuzzi, und dachte, das ist fast zu schade für nur eine Nacht. Doch erst einmal ging es ab an den Strand, wo Ate und ich noch eine Stunde Sonnenschein und kühle Drinks genossen, bevor dunkelschwarze Wolken aufzogen und uns ins Hotel vertrieben - zum Glück hatten wir hier schon die Massage bestellt - heute das Sonderangebot: 2. Person gratis! Just perfect für uns Reiter - so gönnten wir uns jeweils eine entspannende Rückenmassage in dem wunderschönen SPA Bereich des Hauses. Danach nahm ich zum Abschied noch ein Bad im (kühlen) Meer und anschließend ein (wärmeres) Bad in meinem privaten Jacuzzi. Dann war ich reif für eine ausgiebige Siesta bevor wir uns im Restaurant zum gemeinsamen Abendessen trafen (zuvor war ich im Ort noch ein wenig shoppen: griechischen Honig mit Nüssen, Olivenseife, Olivenholzbrettchen und Postkarten!).

Renate hatte noch eine besondere Überraschung für uns - ein Halskettchen mit Pferdeanhänger für jede von uns - eingepackt in ein kleines Tütchen - nun waren wir ganz unverkennbar die 6 „Riding Girls“! Wir saßen gerade alle so schön gemütlich beisammen, als plötzlich Hufgeklapper zu hören war - und tatsächlich ritt Georgi mit "unseren" Pferden draußen auf der Promenade vorbei - wie auf Kommando sprangen sechs kreischende Frauen an die Fensterscheibe um Georgi und den Pferden zuzuwinken, ohne zu bemerken, dass sich das ganze, vollbesetzte Restaurant erstaunt zu uns herumdrehte! Um 21.30 Uhr kam Georgi dann - ohne Pferde leider - zu uns dazu, mit einer besonderen Überraschung - eine Flasche Honig-Raki für jeden! Welch ein schönes Geschenk und Erinnerung an diese tolle Woche auf Kreta! Einige Honig-Raki gab es auch noch zum Abschluss und dann war es Zeit, sich endgültig zu verabschieden.

Mit vielen schönen Erinnerungen, tollen Fotos, einer Flasche Honig-Raki und schmutzigen Reitsachen im Gepäck ging es für mich am nächsten Morgen mit dem Flieger zurück nach Basel. Und wenn eines sicher ist, dann, dass ich noch einmal nach Kreta zurückkommen werde, und zwar ganz sicher zum Reiten!

Julia Kretschmer

Alle Infos zur PEGASUS Reiterreise unter: http://www.reiterreisen.com/kre007.htm
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