Madagaskar - Lemuren, Reisfelder, Geysire und rote Erde

Madagaskar - Lemuren, Reisfelder, Geysire und rote Erde

Beitragvon admin » 04 Sep 2017, 11:01

Madagaskar ist nach Indonesien der zweitgrösste Inselstaat der Welt und touristisch kaum erschlossen – Zu Pferd die Natur, die Kultur und die Gastfreundschaft der Einheimischen zu erleben, ist ein herrliches Abenteuer!
Gut in Antananarivo gelandet, mussten die Formalitäten bei der Einreise verstanden werden. Erst bekam man nach Bezahlung ein Stempel und das Visum für Madagaskar. Dann ging man zum nächsten Schritt – der Polizeistelle. Dort wurde der Reisepass eingesammelt. Vier Personen wurden damit beschäftigt, weitere Stempel und Notizen einzupflegen, bevor man den Reisepass nach einigen Minuten warten wieder erhielt. Koffer holen und dann konnte es endlich losgehen. Wir wurden abgeholt und zum Hotel Riviera Garden gebracht. Ein schönes Hotel mit toller Aussicht und sehr netten Mitarbeitern.

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Beim Frühstück nach einer geruhsamen und angenehmen ersten Nacht sah man bereits, wer evt. in die Reitgruppe gehören konnte. Vier Engländer sassen an einem Tisch mit T-Shirts, bedruckt mit „Madagaskar 2017“ und einem Pferdemotiv – welche Reise die wohl antreten wollten? ;) Pünktlich um 9 erschien unser Bus für den Transfer und alle waren versammelt – drei Deutsche, ein Franzose und vier Engländer. Eine bunt gemischte Gruppe! Auf dem Weg hielten wir an einem Shopping Center, das sich sehen lassen konnte. Elektronik, ein Supermarkt, verschiedene Geschäfte für Kosmetik, Kleidung, Kindersachen. In einem armen Land wie Madagaskar hatten wir mit einem solch modernen Shopping Center nicht gerechnet. Die nächste Station auf unserem Weg war ein Lemurenpark. Dort durften wir verschiedene Arten sehen und bekamen die wichtigsten Informationen erklärt. Es sind wirklich süsse und possierliche Tiere, die nur auf Madagaskar vorkommen.

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Zurück im Bus fuhren wir noch ein Stück weiter, bevor wir Halt in einem Restaurant machten. Dort gab es verschiedene Fleischsorten, Gemüse und natürlich – wie zu jedem madagassischen Essen – Reis. Nach dem Essen verliessen wir langsam die guten Strassen. Immer wieder verlangsamten Schlaglöcher und unebene Strassen unsere Fahrt. Aber uns störte das nicht – die Engländer hatten Musik mitgebracht und wir genossen die nun immer schöner werdende Landschaft bis wir schliesslich die Ranch von André und seiner Frau Silviana erreichten. Die Ranch besteht aus verschiedenen kleineren Blockhäusern und einer Küche mit schönem Essbereich.

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Nur ein paar Gehminuten entfernt liegt der Stall. Dort wollten wir natürlich alle als erstes hin und wurden vom Besitzer André herzlich begrüsst. Wir erhielten eine Stallführung und durften alle Pferde sehen. Sie leben in Boxen, dürfen sich tagsüber jedoch oft frei unter Aufsicht auf dem Gelände bewegen. Zwei Reitplätze liegen direkt neben dem Stall. Madagaskar ist kein Reiterland – insgesamt gibt es auf der ganzen Insel nur ca. 350 Pferde. Davon stehen rund 30 Pferde in Andrés Stall. Die Ausrüstung muss importiert wird, viel wird selbst geflickt und repariert. André kümmert sich liebevoll um seine Pferde und sorgt sich um sie. Trotz Mangel an allem, wird jedes Pferd hier gut versorgt. Sattel und Zaumzeug sind älter, werden jedoch gepflegt und immer wieder erneuert. Die Hufbeschläge werden selbst hergestellt – Hufschmied, Tierarzt oder Zahnarzt gibt es hier nicht. Eine grosse Verantwortung für den Besitzer, er muss für die Gesundheit seiner Pferde sorgen. Alle Pferde waren gut genährt und in einem fitten Zustand. Wir sollten uns für den nächsten Tag ein Pferd raussuchen, das uns gut gefiel – schwierig natürlich, wenn man das Pferd nach seinem Aussehen beurteilen musste, ein kleiner Scherz von André. Am nächsten Tag wurden die Pferde zugeteilt und jeder drehte eine Runde auf dem Platz und ging eine kürzere Runde ins Gelände. Am Anfang konnte man sich noch nicht an der Landschaft erfreuen, die einen rechts und links erwartete. Die Pferde waren ausgeruht, flott und jeder musste sich erst einmal auf sein Pferd einstellen. Die Gruppe war sehr unterschiedlich und so ging es eine gute Stunde bis jeder ein passendes Pferd gefunden hatte. Ich hatte eine lebhafte, freundliche Stute namens Kallin – sie war sehr vorwärtsgehend und ich lernte sie in den nächsten Tagen immer besser kennen und lieben. Sie war absolut trittsicher und in jeder Situation eine Lebensversicherung. Wollte das Führpferd mal nicht über einen kleinen Graben oder durch eine tiefere Wasserstelle, so wurde mein Pferd geschickt. Kallin testete erst vorsichtig mit Schnuppern und kleinen Tritten das Gelände, bevor sie sich für einen kleineren Sprung oder Durchschreiten entschied, ein absolut geniales Geländepferd! Wir erkundeten nach dem ersten Beschnuppern der Pferde das Gelände für einen Halbtagesritt. Erste Reisefelder taten sich vor uns auf, sowie sanfte Hügel, Felder und rote Erde, wohin das Auge reichte. Wir kamen durch erste Dörfer hindurch.

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Obwohl die Menschen hier nicht viel besitzen und sehr arm sind, wirkten sie zufrieden. Sie winkten, lachten, riefen und begrüssten uns. Sie leben von der Landwirtschaft und dem, was sie anbauen. Hungern müssen sie nicht, es gibt viel Auswahl an Reis, Gemüse, Früchte und ab und an auch Fleisch, doch ansonsten haben sie nicht viel. Hühner laufen durch die Dörfer, der eine oder andere Dorfbewohner hält sich ein oder mehrere Schweine im Vorgarten oder geht mit ihnen auf dem Feld spazieren. Wir fragten uns während der Tour immer wieder, ob die heutige Konsumgesellschaft uns wirklich glücklicher macht…
Wir lernten in den Dörfern schnell den madagassischen Gruss „Salam, Salame, Salamo, Salama“ – die Endung hängt vom Dorf ab und muss immer wieder ausprobiert und angepasst werden. Hat man die ersten Menschen im Dorf begrüsst, weiss man, welche Endung bis zum Ende des Dorfes gilt.
Nach einer weiteren Nacht auf der Ranch brachen wir am nächsten Tag zu Pferd zu einem Tagesritt auf. Wir kamen wieder an Reisfeldern vorbei. Um uns herum umfing uns sanfte, hügelige Landschaft, immer wieder kleine Flüsse und ab und an ein Dorf mit neugierigen Bewohnern.

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Überall winkten uns Menschen zu, blieben am Wegesrand stehen um sich die Pferdekolonne anzusehen und lachten und riefen uns ihre Begrüssungen zu. Die Dorfbewohner liebten es und jubelten, wenn die ganze Reitertruppe im Trab an ihnen vorbeikam – unvorstellbar bei uns zu Hause in Deutschland! Wir wurden auch einmal im Dorf zu einem Kaffee und Gebäck eingeladen – man zeigte Gastfreundschaft und die Einheimischen freuten sich über unseren Besuch.

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Das Haupttransportmittel für die Menschen hier ist der Ochsenkarren. Hiermit werden Gemüse und Früchte und andere Gegenstände transportiert. Wir versuchten mit unseren Pferden einen gebührenden Abstand zu den Ochsen zu halten. Passte einer der Einheimischen nicht auf, konnte es passieren, dass die Ochsen bei dem Anblick unserer Pferde in Panik gerieten und versuchten, am Rand des Weges auszubrechen, was meist für die Insassen auf und den Gegenständen im Wagen kein gutes Ende nahm.

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Wir durchquerten ohne Probleme kleinere Flüsse, ritten am Rande der Reisfelder entlang, nahmen kleine Gräben oder Erhebungen ohne Mühe – die Pferde waren absolut trittsicher und man konnte sich auf sie verlassen.

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Bäume und Wälder bekamen wir während unserer Reise nur sehr wenige zu Gesicht. André erzählte uns, dass Holz in vielen Regionen Madagaskars langsam weniger und rar wird. Ab und an kommt es auch zu Bränden, die ebenfalls nicht zum Baumwachstum beitragen.
Bei einer Mittagsrast in einem der grösseren Dörfer, statteten wir dem Markt dort einen Besuch ab. Es gab dort alles zu kaufen – Kleidung, Elektronik, Obst, Gemüse, Reis und frisches Fleisch. André führte uns durch die Strassen und wir konnten uns alles in Ruhe ansehen. Auch eine Schule gab es hier sowie eine Polizeistation und ein Rathaus – eines der moderneren Dörfer Madagaskars!

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Nachdem die Pferde am späten Nachmittag gut versorgt waren, ging es für uns in eine wunderschöne Unterkunft. Die Pension war idyllisch an einem See gelegen, mit Pool, fantastischer Aussicht und schönen Zimmern. Wir genossen unsere warme Dusche und Strom und liessen den Tag auf der Terrasse mit einem leckeren Abendessen ausklingen.

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Am nächsten Tag begannen wir unseren Morgen mit einem leckeren Frühstück auf der Terrasse, bevor es zu den Pferden ging. Das Gelände heute wurde etwas bergiger. Wieder durchquerten wir kleinere Flüsse, ritten durch schmalere Wege an Feldern entlang und genossen die ruhige und friedliche Stimmung. Immer wieder trabten wir oder versuchten uns an kürzeren Galoppaden. Ab und an begegneten wir Frauen, die ihre Wäsche in den Flüssen säuberten und sie anschliessend an einem Hügel über Gebüsch und kleine Sträucher hingen.

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Wir erreichten immer wieder lange Sandwege, die uns zu schnellerem Reiten ermutigten. Um in den Genuss der anderen Pferde zu kommen, hatte ich heute mein Pferd gegen einen grossen Wallach namens Solar Captain eingetauscht. Ein grosser, aber recht ruhiger Wallach, der mich ebenfalls trittsicher durch jedes Gelände trug und auch bei flotterem Galopp gut zu händeln war. Wir genossen die herrliche Landschaft, die um uns herum war und konnten uns gar nicht satt sehen an den Feldern, rotem Sand, Hügeln und Gebirge. Einen Teil der Strecke, die etwas stärker bergab ging, führten wir unsere Pferde. Wir erreichten schliesslich unser heutiges Zeltcamp an einem See. Er war nicht allzu kalt und so genossen wir heute eine etwas andere Dusche und schauten den Fischerbooten auf dem See zu. Am Lagerfeuer wurden wir bekocht und assen frischen Fisch mit Reis und Gemüse- sehr lecker!

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Am nächsten Morgen schwangen wir uns erneut aufs Pferd und freuten uns auf einen längeren Reittag. Wir ritten am See entlang, kamen an Dörfern vorbei und ritten durch ausgedehnte Bananenplantagen. Die nun folgenden Sandwege waren eine Freude für Pferd und Reiter. So konnten wir wieder etwas flotter reiten. Wir kamen an einem kleineren Kratersee vorbei und erreichten dann unsere heutige Unterkunft: eine nette, charmante kleine Pension. Unsere Pferde blieben direkt an der Pension, dort hatten sie Gras und wurden bestens versorgt.
Heute erwartete uns ein Halbtagesritt. Wir ritten eine Weile am See entlang, bevor sich die Landschaft allmählich veränderte. Unser Ritt führte uns nun durch die Vulkanlandschaft. An den Ufern des Flusses Lily machten wir eine Pause und kletterten zu einem kleinen Aussichtspunkt, von wo aus man die Wasserfälle bewundern konnte.

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Frauen boten uns Souvenirs aus Bimsstein an. Es waren einige schöne Andenken dabei. Zeigte man allerdings Interesse, wurde man von allen Seiten bestürmt und musste schauen, dass man sich schnell für etwas entschied und verhandelte. Danach ritten wir weiter durch die abwechslungsreiche Landschaft bis wir unseren Platz für das Mittagessen erreichten. Ein neues Restaurant – geführt von einem Belgier, der das Restaurant zusammen mit seiner madagassischen Frau leitet. Uns erwartete leckerer Fisch, Gemüse und eine Nachspeise. Danach wurden wir zu unserem Zeltcamp für die nächsten beiden Tage gebracht. Wir waren bei den Geysiren angekommen. Dort konnten wir den Nachmittag verbringen, ein entspanntes Bad in den Geysiren und kleineren, warmen Wassertümpeln nehmen und unsere Zeit später am Lagerfeuer geniessen – was will man mehr?

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Am nächsten Tag erwartete uns ein weiteres Highlight – wir kamen an riesigen Feldern von Reisfeldern vorbei bis wir einen grossen See erreichten. Dort hatten wir die Möglichkeit, für eine Weile einzeln am See entlang zu galoppieren. Nun konnte mein gehfreudiges Pferd Kallin endlich zeigen, was in ihr steckte und wir genossen die lange und wunderschöne Galoppade.

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Wir ritten am See entlang und hügelaufwärts. Wir hatten eine wunderschöne und atemberaubende Aussicht auf den See und die hügelige, vulkan- und kraterähnliche Landschaft im Hintergrund. Auf dem Rückweg konnten wir ein weiteres mal die Galoppstrecke alleine in vollen Zügen geniessen, bevor wir das Zeltcamp mit den Geysiren erreichten.

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Wer wollte, konnte sein Pferd im Fluss waschen und sich anschliessend bei den Geysiren erholen.
Die Zeit des Abschieds von den meisten unserer Pferde war gekommen. Wir hatten noch einen kürzeren Ritt von zwei Stunden vor uns und machten Halt beim Teufelskessel (La Mermite du Diable), der sich unter uns erstreckte. Der Fluss schlängelt sich hier durch das Gestein um dann in einem See, der ebenfalls von Gestein umgeben ist, zu verschwinden.

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Nach einer letzten Galoppstrecke mussten wir uns von unseren Pferden verabschieden. Sie wurden verladen und zur Ranch zurückgebracht, während wir den langen, beschwerlichen und unwegsamen Weg nach Antananarivo mit dem Auto antraten. Es dauerte wegen Staus und Löchern auf der Strasse gute 4-5 Stunden, bis wir die Hauptstadt müde und geschafft erreichten, mit einem kleinen Zwischenstopp für ein Mittagessen. Am Abend fuhren wir erneut mit unserer Gruppe in die Stadt um den Tag in einem leckeren Restaurant ausklingen zu lassen.
Der nächste Tag erwartete uns wieder in unserem kleinen Bus. Wir machten kurz Halt an dem bekannten Shopping Center, bevor es für 4-5 Stunden Richtung Osten ging. Die Strecke war kurvig und wir begegneten immer wieder Tanklastern, die von der Küste in die Haupstadt fuhren. Die Strassen wurden unwegsamer und wir waren froh, als wir am frühen Nachmittag bei unserer Lodge ankamen. Das Klima hatte sich stark geändert. Es war tropisch feucht und nieselte immer wieder. An der Küste herrschte Regenzeit. Wir waren wohl in einem touristischen Ort gelandet – in der Lodge wimmelte es von weissen Touristen. Wir sehnten uns nach unseren Pferden und dem Reiten. Den Nachmittag liessen wir in Ruhe ausklingen und machten uns auf die Suche nach dem einen oder anderen Lemuren, der sich in dem Waldreservat versteckte.
Nach einem Frühstück mit einigen anderen Touristen, ging es im Bus zu einem Lemurenpark. Für einige Meter wurden wir mit einem Kanu auf die andere Seite gebracht und entdeckten verschiedene Lemurenarten. Mit Karotte und Banane ausgestattet, machte sich unser Guide mit uns auf die Suche und die Lemuren liessen nicht lange auf sich warten. Sie sprangen auf unsere Schultern, liessen sich füttern und streicheln. Ein echtes Erlebnis!

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Danach ging es weiter in einen Reptilienpark. Dort gab es Krokodile, Fossa, Chamäleons und Schildkröten.

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Nach weiteren zwei Stunden Fahrt durch die sich verändernde, wunderschöne Landschaft erreichten wir unser heutiges Ziel – Brickaville. Wir assen zu Mittag und dann sahen wir endlich die Pferde wieder. Einige Pferde waren von der Ranch gebracht worden. Andere leben direkt an der Küste in einem kleineren Stall. Wir mussten uns an neue Pferde gewöhnen - es wurde ein oder zwei mal getauscht bis jeder ein passendes Pferd gefunden hatte. Mein Wegebegleiter war nach einiger Zeit Zipit, ein aufgeregter, aber toll zu reitender Wallach! Er liess sich super händeln und war ein echtes Dressurpferd. Am liebsten hätte ich ihn mit nach Hause genommen. Wir trabten und galoppierten immer wieder und genossen das tropische Wetter, die Palmen und Sträucher am Wegesrand und kamen bei Abendeinbruch an unserem Camp an. Direkt am Strand gelegen erwarteten uns unsere Zelte für die nächsten drei Nächte. Wir machten es uns am Lagerfeuer bei unserem Abendessen gemütlich und freuten uns auf den nächsten Tag.

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Wir wachten bei schönem Wetter auf und genossen das Meeresrauschen direkt vor unserem Zelt. Was für eine tolle Stimmung! Wir brachen auf zu einem Tagesritt. Erst ritten wir durch einen tieferen See hindurch und anschliessend auf Sandwegen über flaches Gelände. Rechts und links von uns wuchsen Büsche, einzelne Bäume und Palmen. Wir nutzten die tollen Strecken um immer wieder zu galoppieren. Am Ende des Weges taten sich erste Blicke auf den Strand auf. Weisser Sandstrand, wohin das Auge reichte! Darauf hatten wir uns bereits die ganze Reise über gefreut!

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Es war ein Traum und wir genossen die Stimmung und die Atmosphäre. Wir machten mittags an einem idyllischen Fleckchen Pause unter Palmen, mit Blick auf das Meer. Auf dem Rückweg kamen wir an dem See vom Morgen vorbei und durften ausprobieren, mit den Pferden zu schwimmen. Es stellte sich als nicht ganz einfach heraus. Man wollte das Pferd nicht behindern beim Schwimmen, gleichzeitig sollte man die Richtung anzeigen und am Ende musste man aufpassen wegen der Sandbank. Es war nicht einfach für die Pferde wieder gut herauszukommen. Spass gemacht hatte es trotzdem und es war ein besonderes Erlebnis. Der See war warm und wir nutzten die Pause zum Schwimmen. Es war ein toller, ereignisreicher Tag und abends am Lagerfeuer waren alle guter Dinge.

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Nachts fing es leider an zu regnen und auch der nächste Tag sollte verregnet bleiben. Trotzdem brachen wir auf, wer wollte schon einen Reittag verpassen? Wir ritten heute gen Norden. Wir kamen über Waldwege und genossen einige flottere Galoppaden – trotz des nassen Wetters machte es uns Spass. Beim Fischerdorf angekommen machten wir Pause, erkundeten das Dorf und bekamen frische Kokusnuss zu trinken und zu essen. Sehr lecker! Auf dem Rückweg entschlossen wir uns direkt am Strand entlang zu reiten. Wir trabten oder galoppierten ab und an kürzere Strecken. Schnell kamen die Pferde wegen des Sandes nicht vorwärts und es war für sie sehr anstrengend. Zurück am Camp, zogen wir unsere nassen Sachen aus, trockneten sie über dem Feuer und liessen uns das frische zubereitete Essen schmecken, bevor es anschliessend auf eine einstündige Bootstour ging. Das Wetter war uns nun auch wohlgesonnen und es hörte auf zu regnen.
Der nächste und für uns letzte Reittag bescherte uns gutes Wetter. Wir ritten ca. zwei Stunden zurück zu unserem Startpunkt an der Küste und genossen noch einige Trab- und Galoppstrecken. Danach hiess es endgültig Abschied nehmen von unseren treuen Begleitern. Wir hatten unsere Pferde und auch die Guides sehr lieb gewonnen und hatten uns an die lustige Art und Stimmung während der Ritte sehr gewöhnt. Uns fiel es schwer, alle zurückzulassen…Uns erwartete nun eine längere Rückfahrt von 5 Stunden mit Zwischenstopp für ein Mittagessen und kamen am Abend in Antananarivo an. Am nächsten Morgen machte sich unsere kleinere Gruppe auf, einen Craft Market zu besuchen und einige Souvenirs zu shoppen. Der Markt war riesig und mit etwas handeln kam man schnell zum Ziel. Zum letzten Mittagessen sahen wir André und seine Familie wieder. Es war ein toller Abschluss dieser Tour!
Am Nachmittag brachen wir zum Flughafen auf und mussten uns von dieser wunderschönen, erlebnisreichen und unvergesslichen Insel verabschieden. Wir werden unsere Pferde, unsere wundervollen Gastgeber und das ganze Land sehr vermissen und hoffen, dass wir eines Tages wiederkehren können!

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Auf ein baldiges Wiedersehen auf Madagaskar!
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August 2017, Angelika Kaiser

Alle Informationen zum Programm unter http://www.reiterreisen.com/pegasus/d/r ... mgri04.htm
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