USA - In den Bighorn Mountains in Wyoming

USA - In den Bighorn Mountains in Wyoming

Beitragvon admin » 08 Aug 2017, 16:19

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Am frühen Nachmittag treffe ich auf der Ranch ein. Allein die Fahrt durch den Bighorn National Forest war bereits wunderschön und lohnt sich.
Ich werde herzlich empfangen und bekomme alle Informationen und mein Zimmer, was eher ein Apartment ist: Ein Wohnzimmer mit komplett ausgestatteter Küche, Sofaecke und TV, ein Badezimmer mit Dusche, ein Schlafzimmer mit integriertem Kleiderschrank und im Flur sogar eine eigene Waschmaschine - hier bleibt kein Wunsch offen. Dazu eine Terrasse mit grandioser Aussicht auf die umliegenden Bighorn Mountains und auf einen Teil der riesigen Pferdekoppeln.
Die Ranch liegt wunderschön und hat als Treffpunkt die Hauptlodge mit Esszimmer, Billiard, kleinem Shop und dem Office. Die Unterkünfte sind verteilte Cabins. Alles grün durch die gepflegten Rasenabschnitte und mit kleinem See anbei. Der Stall mit überdachtem Roundpen, Aussenplatz (riesig) liegt nicht weit. Die Ranch umfasst ca. 6500 Morgen und beherbergt neben Rindern auch ca. 130 Pferde, da ist für jeden Reiter der passende Charakter vorhanden.
Ich lerne Tom kennen, der mir die Reitanlage zeigt und die „Ranchregeln“ im Umgang mit dem Pferd. Dann darf ich auf den Platz und den Loping Test machen, damit mein Reitlevel eingeschätzt werden kann. Und schlussendlich reiten wir direkt noch eine kleine Runde über das umliegende Gelände mit Flussquerungen und Besuch einiger Ochsen und der Pferde, die heute Ruhetag haben und ihr Leben auf der Koppel in der Herde geniessen können.
Ein wahres Idyll!
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Um 18:30 Uhr ist dann Treffen an der Bar, wo das Reitprogramm für den nächsten Tag besprochen wird. Kein Gast reitet zwei Mal den gleichen Ritt, das Gelände ist so vielfältig und gross, dass genug Möglichkeiten für abwechslungsreiche Ritte bleiben. Die Wahl ist jeweils zwischen zwei Halbtagesritten mit Mittagessen in der Lodge oder einem Ganztagesritt mit Satteltaschenpicknick. Auch andere Aktivitäten wie Fliegenfischen oder Schiessen können ausprobiert werden. Das reiten steht aber ganz klar im Fokus und spielt die Hauptrolle!
Im Anschluss wird das Dinner in mehreren Gängen am Platz an drei langen Tafeln serviert:
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Heute ein bunter Salatteller als Vorspeise, Pasta als Hauptgang und ein Süßes Teilchen als Nachtisch. Dazu Wein, Wasser, Kaffee, Tee etc., ganz nach Geschmack. Die Küche ist vorzüglich und die Zeit verfliegt im Gespräch mit den anderen Gästen, die sowohl aus Europa, wie auch aus den USA angereist sind. Eine entspannte Atmosphäre, bevor ich auf meiner Terrasse den Tag bei Sonnenuntergang ausklingen lasse.
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Ein neuer Tag erwacht in den Bighorn Mountains. Das Frühstück ruft und wird um 7:30 Uhr serviert: Toast, Bagels, Marmelade, Frichkäse, frische Früchte und Bacon, Eier auf Wunsch und „Hashbrowns“ (eine Art kleiner Reibekuchen) stehen ebenso wie Säfte, Kaffee und Tee zur Verfügung. Um 8:30 Uhr ist für die Tagesritte Treffpunkt an der Hauptlodge. Dort kommt jeder mit seinen Satteltaschen hin (diese liegen in jedem Zimmer zur Verfügung), um dort das bestellte Sandwich und weitere Snacks für das Satteltaschenpicknick einzupacken. Die Wrangler holen einen samt Trailer mit den verladenen Pferden dort ab.
Wir fahren ca. 25 Minuten in den Bighorn National Park, wo die Pferde ausgeladen werden. Die verschiedenen Startpunkte bieten extrem abwechslungsreiche Ritte; keiner muss hier zweimal die selbe Strecke reiten. Unsere Gruppe ist bunt gemischt, von sattelfest bis mittleres Reitniveau: Eine Frau, die im Galopp noch etwas unsicher ist mit einem Wrangler, zwei junge Männer, die erst seit einer Woche reiten und mit ihrem eigenen Wrangler fleißig am Galopp und Trab üben und eine andere Frau und ich, die sattelfest sind. Auch wir haben einen eigenen Wrangler, der mit uns nette Galoppaden macht. Wenn die Strecke sich anbietet, wird die Gruppe zeitweise einfach geteilt, so dass jeder auf seine Kosten kommt und sein Reiten verbessern kann. Ich komme so in den Genuss von längeren und entspannten Galoppaden – wunderbar. Dann kommt die Gruppe wieder zusammen und es geht im Schritt über die Berge, ein wenig hinauf und hinunter, über Wiesen, auf denen tolle Bergblumen blühen (hier blühen sie etwas später aufgrund der Höhe), schliesslich sind wir heute über 1500m unterwegs.
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Nach einigen Stunden erreichen wir einen wunderschönen See mit klarem Wasser, der ideale Lunchplatz. Die Pferde können grasen und wir geniessen unser Satteltaschenpicknick. Mein Tomate-Mozzarella-Pesto Sandwich schmeckt hier doppelt gut.
Da einige dunkle Wolken aufziehen, starten wir relativ schnell wieder zu Pferd in Richtung Trailer. Trotz etwas flotterem Tempo, bekommen wir etwas Regen und sogar einen kurzen Hagelschauer ab. Aber kein Problem, die Regenjacken sind am Sattel dabei und die Wrangler alle mit Funkgeräten ausgerüstet. Der kurze Schauer kann diesem tollen Ritt aber nichts anhaben.
Zwischen den Bäumen erspähen wir einen grossen Elchbullen, der uns anschaut. Dicht darauf folgt ein Elchkalb. Auch Murmeltiere hört man viel, die Natur ist unglaublich hier oben.
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Viel zu schnell für meinen Geschmack erreichen wir wieder den Trailer, wo die Pferde verladen werden, dann geht es zurück zur Ranch. Die Pferde werden abgesattelt und bekommen etwas Futter, bevor sie wieder auf die riesige Weide kommen und ihren Feierabend geniessen können. Wir Reiter dagegen gönnen uns eine warme Dusche in den riesigen Lodges. Ein wenig auf der Terrasse sitzen und die Aussicht geniessen und schon ruft das Abendessen mit der „Cocktailhour“ davor. Dort kann man auch die Fotos des Tages anschauen, die die Wrangler immer machen und am Ende der Woche den Gästen zum Download zur Verfügung stehen.
Nach einer erfrischenden Dusche in meiner großzügigen Cabin gibt es , da es der letzte Abend der Woche ist, ein großes Barbecueessen im Freien. Davor ein Aperitif: Wein, Bier, Säfte, Bowlen, je nachdem auf was man Appetit hat dann geht es an die Tische: Gegrilltes, Salate in verschiedenen Varianten, Gemüsespiesse und vieles mehr. Eine excellente Küche, die von einem himmlichen Nachtisch gekrönt wird.
Es folgt eine kleine Gesangseinlage einiger Westernsongs, dargeboten vom jüngsten Familienspross, bzw. teils mit seinen Geschwistern. Ein schöner Ausklang eines grandiosen Tages!

Am nächsten Tag lockt das reichhaltige Frühstück heute u.a. mit einer Gemüsequiche, bevor alle Gäste abreisen. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und kann die Ranch nur empfehlen!
Meine Reise führt mich heute weiter zum Yellowstone National Park um einen Einblick in die Erdgeschichte und natürlich die ursprüngliche Natur zu bekommen. Vor allem hoffe ich Bisons zu sehen.
Anmerkung: Dies war erfolgreich!
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Ein Reisebericht von Julia Wies | Pegasus Reiterreisen
Weitere Infos hier: http://www.reiterreisen.com/grwy01.htm
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