USA - Auf der Voldseth Ranch in Montana

USA - Auf der Voldseth Ranch in Montana

Beitragvon admin » 08 Aug 2017, 16:05

Besuch im Big Sky Country in Montana

Nach ca. 2 ½ Std. Fahrt ab Billinigs fahre ich durch unglaublich schöne Natur: Berge und eine Weite bis zum Horizont – so etwas kennt man in Europa nicht! Willkommen im Big Sky Country!
Gegen Nachmittag erreiche ich die Voldseth Ranch, die in Alleinlage auf einem riesgigen Ranchareal auf einer Erhöhung liegt und von wo man eine phantastische Aussicht hat, an der man sich einfach nicht satt sehen kann. Mein Tipp: auf der Terrasse die Aussicht geniessen!
Ich werde sehr herzlich von June und allen Mitarbeitern empfangen und nachdem ich mich eingereichtet haben geht es los zu einer Kutschfahrt. Diese findet für Interessenten einmal wöchentlich statt. Am Ausgangspunkt warten zwei riesige Percheronrappen auf ihren Einsatz. Die Getränkebox wird in der Kutsche verstaut und neben mir sechs andere Gäste aus aller Welt z.B. den USA und aus Australien. Schnell finde ich Anschluss und wir haben eine sehr lustige Fahrt bis zu einer Jagdhütte, wo bereits das Abendessen auf uns wartet: Salate, Mais, Fleisch, Brot, Kuchen, Fruchtsalat, Pilze und allerlei andere Leckereien. Im Anschluss kann ich mein neu erwobenes Lasso, „Rope“ genannt, zum Einsatz bringen. James zeigt mir, wie das funktionieren soll, dann heisst es üben – jeder Cowboy braucht diese Fähigkeit um mit den Rindern umzugehen.
Dann bekommen wir noch eine echte Demonstration von Western Dance, wo wir alle auch an die Reihe kommen das auszuprobieren. Figuren wie „Fenster“ oder „Brezel“ sind ganz schön raffiniert.
Später geht es wieder per Kutsche zum Ausgangspunkt, diesmal eine andere Strecke, aber wieder querfeldein, hoch und runter. Viele Rehe kreuzen unseren Weg und auch ein Stinktier erspähen wir in der Ferne. Dann haben Jim und Joe, die Kutschpferde, endlich Feierabend und wir helfen abschirren und bringen sie auf eine Weide, bevor wir zurück zur Ranch fahren.

Am nächsten Morgen erwache ich vom Geräusch der Kühe, da diese samt Kälbern über das Areal der Ranch streifen. Die Sonne lacht und es erwartet mich ein Tagesritt in die Weite der Natur Montanas. Doch zuerst das Frühstück in der Hauptlodge: Jeden Tag ein wenig anders, heute mit Tomaten, Scones mit Füllung, Früchten etc.
Um 9 Uhr ist Treffpunkt am Pferdetrailer an der Hauptlodge. Unsere Pefrde sind bereits verladen und wir fahren die kurze Strecke zum Ausgangspunkt des Tagesritts ca. 15 min. (was sehr kurz ist für amerikanische Verhältnisse!). Dann geht es endlich in den (Western-) Sattel. Ich habe den Braunen Mister B. , der viel Spass bereitet beim Reiten. Mit zwei Guides geht es los. Uns erwartet eine große Schleife um die Berge und teils über sie hinweg, daher geht es auch nach kurzer Zeit leicht, aber stetig bergan. Zwischendrin einige Fotostopps und kurze Pausen, an denen man immer wieder diese grandiosen Aussichten geniessen kann. So eine Weite mit Bergen (zwei Ketten, die Crazy Mountains und die Castle Mountains), dazwischen eine Prarieebene wie in einem Cowboyfilm. Daran kann man sich einfach nicht satt sehen! Ich geniesse den Ritt, der von Sonne begleitet wird. Einige Galoppstrecken sind möglich dabei kann jeder selbstständig galoppieren oder auch nur traben oder Schritt gehen wie man möchte. Die Pferde rennen nicht einfach hinterher.
Noch über eine Blumenwiese, dann erreichen wir den Ort für unser Satteltaschenpicknick. Das Sandwich hat sich jeder nach Belieben selbst belegt und auch allerlei Obst, Gemüse, Chips, Müsliriegel standen zur Auswahl. Die Pferde geniessen ihre Pause im Schatten eines Baumes angebunden, bevor es wieder in den Sattel geht. Das Reittempo ist jetzt Schritt, da das Gelände bergab führt mit kleinen Wasserlaufquerungen bis zur Jagdhütte des vorigen Abends. Dort gibt es noch eine kleine Pause, in der die Wasserflaschen aufgefüllt werden können, dann geht es auch das letzte Stück entspannt zurück zum Trailer. Nun geht es zurück zur Ranch, wo wir die Pferde versorgen und auf die heimische Weide lassen. Nach dem Wälzen laufen sie zu den Freunden in der Herde. Platz ist hier genug!
Das Abendessen wird um 19 Uhr serviert, davor trifft man sich bei frischer Limonade und einem Aperitif. Nudeln, Gemüse, Fleisch gehen einem frischen Früchtesorbet voran. Im Anschluss sitzt die Gruppe noch lange auf der Terrasse zusammen und auch das Lasso wird am Cattle „Dummy“ noch einmal geschwungen – so klingt dieser Tag perfekt aus.
Nach dem Frühstück heisst es leider Abschied nehmen und ab nach Billings, wo ich meine Heimreise antrete.

Ein Reisebericht von Julia Wies | Pegasus Reiterreisen
Weitere Infos hier: http://www.reiterreisen.com/wrmt03.htm
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