USA - Familiäre Working Ranch in den Pryor Mountains

USA - Familiäre Working Ranch in den Pryor Mountains

Beitragvon admin » 08 Aug 2017, 15:24

Zu Besuch auf einer familiären Working Ranch

Morgens treffe ich Iris am vereinbarten Treffpunkt und sie nimmt mich mit hinein in die Wildnis der Pryor Mountains. Diese liegen kurz hinter der Grenze von Wyoming zu Montana. Dort befindet sich auch ein Wildpferdegebiet, in dem die Pferde frei leben. Dies ist ebenso ehemaliges Indianerland. Auf den Trails der Indianer nach Kanada sind auch die Wildpferde in dieses Gebiet gekommen. Die anfangs noch asphaltierte Strasse wird schnell zur Schotterpiste (wenn es regenet braucht man hier einen Allradantrieb!). Ich kann diese riesige Weite mit den Pryor Mountains im Hintergrund kaum fassen, dazwischen schlängelt sich der Bighorn Fluss in Serpentinen durch einen Canyon hindurch – idyllisch!
Nach einer Stunde erreichen wir die Ranch, die hinter einer Kuppe plötzlich auftaucht. Eine richtige Working Ranch mit ca. 37000 Morgen Grund. Es gibt sieben einzelne Zimmer im sogenannten Bunkhouse, die sich zwei Bäder teilen. Dann gibt es noch zwei einzelne Cabins mit Bad, das Gemeinschaftshaus mit grossem Aufenthaltsraum und ein extra „Küchenhaus“, wo alle zusammen die Mahlzeiten einnehmen. Im Westernstil, authentisch. Die Corrals liegen anbei, wo die Reitpferde tagsüber stehen. Morgens werden Sie von den Weiden geholt und nach getaner Arbeit wieder in Freiheit entlassen. Ca 150 Pferde geniessen hier ihr Leben in dieser Weite dazu ca. 1000 Mutterkühe mit nahezu der selben Anzahl an Kälbern.
Herzlich werde ich beim Mittagessen in die Familie integriert – dies ist eine richtige Familien Working Ranch. Hier packt jeder mit an und es gibt immer viel zu tun!
Das Reiten ist toll in dieser Landschaft und die Pferde mit diversen Temperamenten sind routinierte Cowhorses. Ich bekomme für den Nachmittagsritt Buzz, einen Braunen, und los geht es. Schliesslich müssen einige jüngere Pferde von der Ranch auf eine entfernt liegende Weide.
Flott traben wir zu dritt vorne weg, die anderen drei folgen der freilaufenden Pferdeherde. Über weites Land geht es bis zur auserwählten Weide, wo das Gras üppig steht und die Jungpferde ihr Leben geniessen können.
Im Anschluss reiten wir zurück zur Ranch. Die Wrangler satteln für sich andere Pferde (junge, die gearbeitet werden sollen), zwei Reiter der Gruppe gönnen sich eine Pause und zu zweit warten wir auf die Cowboys. Dann geht es eine flotte Trabrunde um einen Hügel herum mit Wasserquerung. Die Pferde sind enorm trittsicher und sehr zuverlässig im Gelände. Je nach Reitlevel können die Gruppen auch getrennt werden, so dass alle auf ihre Kosten kommen. Im Anschluss versorgt jeder sein Pferd und entlässt es in den Paddock. Kurz darauf dürfen alle Pferde wieder auf die riesigen Weiden. Ausgelassen galoppieren sie der Freiheit entgegen.
Zum Abendessen treffen sich alle wieder im Essenshaus der Ranch, wo wieder diverse Speisen zur Wahl stehen – lecker! Alle essen zusammen an zwei langen Tischen – zusammen mit der Familie.
Die Ranch mit jahrzehntelanger Tradition ist noch ein richtiger Familienbetrieb. Abends reiten zwei kleine Mädels (die Kids des Wrangler) noch ihre Ponys unter elterlicher Anleitung. Das Reiten ist hier Grundlage für vieles: Rinder kontrollieren, Zäune checken, Rinder und Pferde auf frische Weidegründe treiben, das Aussortieren von bestimmten Tieren, Brandingwochen etc.
Langweilig wird es nie!
Die Ruhe ist herrlich und so ist der Schlaf erholsam. Am nächsten Morgen muss ich mich leider verabschieden, während die anderen die nächsten Aufgaben zu Pferde wahrnehmen.

Ein Reisebericht von Julia Wies | Pegasus Reiterreisen
Weitere Infos hier: http://www.reiterreisen.com/wrwy02.htm
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