USA - Besuch auf der Lonesome Spur Ranch in Montana

USA - Besuch auf der Lonesome Spur Ranch in Montana

Beitragvon admin » 08 Aug 2017, 12:17

Besuch auf der Lonesome Spur Ranch – ein Campabenteuer in den Pryor Mountains

Rechtzeitig um 9 Uhr treffe ich auf der Lonesome Spur Ranch ein und werde direkt von Elaine begrüsst und durch die Ranch geführt. Es gibt das Cookhouse, wo man zusammen isst, dann ein Gebäude mit einigen Zimmern (jeweils mit eigenem kleinen Bad) und einem Aufenthaltsraum. Einige Cabins stehen separat. Ferner gibt es einen Hot Tub im Freien und diverse Sitzmöglichkeiten – hier spielt sich das Ranchleben großteils draussen ab. Dann gibt es noch die Sattelkammer, den Reitplatz, einen kleinen „Trail-Parcours“ und riesige Weiden, auf denen die Pferde leben.
Im Anschluss an den Rundgang geht es auch direkt weiter, denn heute findet der wöchentliche Ausflug in die Pryor Mountains (von nördlicher Seite her) statt. Wenn die Gäste das möchten und es richtig warm ist bedeutet dies Abwechslung und ein wenig Erfrischung beim Ausflug in die Berge. Die Pferde kommen in den Trailer und auf geht es in die Berge. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Std. und wird durch eine Pause an einem Historical Site, eine Art Museum für die indianische Geschichte dieser Region. Auf der Ranch in den Bergen (einige Meilen Schotterpiste in unglaublicher Natur) angekommen, verspeisen wir unser Satteltaschenpicknick bevor wir uns in den Sattel schwingen – ich in den des schönen Quarter Horse Paints Paily. Der Ritt führt in absolut unberührte Weite – Montana ist unglaublich diesbezüglich – wir reiten über eine Bergkuppe, durch Wald, kreuzen Flüsschen und über etliche freie Prärieebenen. Das haben wir in Europa nicht. Auf einer dieser Ebenen kann jeder der möchte galoppieren, was für ein Gefühl von Freiheit!
Nach ca. 3 Stunden sind wir zurück im Camp und die größeren Zelte bereits aufgebaut. Es erwartet uns ein erfrischender Snack samt kühlen Getränken. Die Pferde pausieren auf der Weide und die lustige Gruppe – diese Woche eine Familie aus Amerika samt Freunden – kommt ins Plaudern.
Am frühen Abend kann jeder, der möchte, noch auf einen kürzeren Ritt (ca. 1,5 Std.) gehen mit den Ranchgastgebern, auf dessen Grund wir campieren. Das lasse ich mir nicht entgehen und sattle diesmal Ben, ein fleißig vorwärtsgehendes Pferd. Auch dieser Ritt in toller Abendstimmung ist unglaublich faszinierend: Einfach nur Weite so weit das Auge reicht! Dazu Hügel und vereinzelt Bäume – einfach nur schön.
Die Pferde werden versorgt und es gibt Abendessen gefolgt von einer kleinen Ausfahrt, um Bären zu sichten. Es leben hier vorwiegend Schwarzbären, teils auch Grizzlybären. Aber leider erspähen wir in der Ferne immer nur Cattle! Die Kühe samt Kälbern fressen sich satt am Grün der Weiden.
Der Abend klingt am Lagerfeuer aus. Dort „basteln“ wir auch unseren Nachtisch. Ich probiere zum ersten mal echte „Schmores“. Zuerst packt man Marshmellows auf einen Stock und brät sie am Feuer und packt sie dann in eine Art Honigbrotkräcker auf dem schon etwas Schokolade gelegt wurde und fertig ist das „süße Sandwich“, lecker.
Dusche und Toilette stehen uns zur Verfügung. So kann ich noch eine warme Dusche vor dem Schlafen nehmen.
Der nächste Morgen beginnt mit einem Frühstück bevor die Gruppe sich erneut zu einem Ritt aufmacht (ein Tagesritt mit Satteltaschenpicknick). Ich dagegen mache mich auf zur nächsten Ranch – schade ich wäre liebend gerne die komplette Woche geblieben!

Ein Reisebericht von Julia Wies | Pegasus Reiterreisen
Weitere Infos hier: http://www.reiterreisen.com/wrmt06.htm
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