Zimbabwe–von saftigem Grün, Jungtieren & wilden Wasserfällen

Zimbabwe–von saftigem Grün, Jungtieren & wilden Wasserfällen

Beitragvon admin » 03 Mär 2017, 11:58

Nach einigen spannenden Tagen im Okavango Delta in Botswana (http://www.reiterreisen.com/oko008.htm) machten mein Partner und ich uns Mitte Feburar auf in Richtung Kasane. In einem kleinen Charterflugzeug mit 8 weiteren Passagieren und einigen kleinen kurzen Zwischenlandungen flogen wir über das Okavango Delta hinweg und genossen noch einmal die fantastische Aussicht. Kurz über dem Boden konnten wir eine grössere Herde Elefanten ausmachen, bevor wir schliesslich landeten. Am Flughafen wurden wir abgeholt und zur simbabwischen Grenze gefahren. Kurze Kontrollen, ein Stempel bei der Ausreise aus Botswana und ein bezahltes Visum bei der Einreise führten uns schliesslich in das wunderschöne Zimbabwe. Wir wurden direkt abgeholt und zu unserer ersten Lodge gebracht: Imbabala. Gleich bei Ankunft erwartete uns ein grosses Areal mit einem Pool und dem einen oder anderen Nilpferd aus Holz am Hauptgebäude, was dem ganzen gleich einen Hauch von Afrika verlieh. Wir machten es uns an der Bar gemütlich und genossen unser erstes Mittagessen. Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es mittags auf Bootstour, hinein in den Sonnenuntergang. Immer wieder ploppte das ein oder andere Nilpferd auf und am Ufer versammelten sich mehrere Elefantenherden mit kleinen Babys, die sich im Schlamm suhlten und tranken. Wir genossen die Stille und die friedliche Atmosphäre und machten es uns bei Snacks und einem Glas Wein auf dem Boot gemütlich.

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Erschöpft von den vielen ersten Eindrücken, genossen wir anschliessend ein leckeres und vielfältiges Abendessen. Der Abend war diesmal nur sehr kurz, da der nächste Morgen früh begann. Hoch zu Jeep begaben wir uns am nächsten Tag auf Wildtierbeobachtung – und wurden reichlich belohnt. Wir sahen etliche majestätische Giraffen, grosse Herden Zebras und Impalas sowie Warzenschweine und niedliche Mungos.

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Zurück auf der Lodge erwartete uns ein Brunch voller Genuss: frische Früchte und frisch gepresster Orangensaft, eine Fülle an Cerealien, frisch zubereitete Spiegeleier und Toast mit unterschiedlichen Sorten Marmelade erfreuten unsere Mägen. Wir liessen es uns gut gehen, bevor wir am Pool anschliessend ein Nickerchen machten und uns für den nachmittäglichen Game Drive ausruhten.

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Der spätere Game Drive liess uns eine andere Tierwelt erblicken – grössere Herden Elefanten und eine riesige Büffelherde mit vielen kleinen Jungtieren begegnete uns. Um die 200 müssen es gewesen sein. Es war beeindruckend so viele Büffel auf einmal zu sehen, die friedlich grasten und dann langsam gemeinsam von dannen schritten.
Affen, die von Baum zu Baum kletterten, begleiteten uns auf der Heimfahrt. Zimbabwe ist auch ein wahres Paradies für jeden Vogelliebhaber – es gibt ca. 350 verschiedene Arten in vielerlei Farben und Grössen. Während der Balzzeit zeichnen sich viele durch besonders schöne, schillernde Farben aus und man muss nicht jeden der vielen Vogelnamen kennen, um sich an der Schönheit dieser Tiere zu erfreuen.

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Am späten Abend brachen wir erneut auf und suchten wieder Wildtiere – dieses mal hielten wir nach nachtaktiven Tieren Ausschau. Wir wurden recht schnell fündig- hier und da sahen wir Nilpferde auf dem Land grasen, grössere Herden Impalas, Zebras und Wilderbeests an uns vorbeihuschen und nach längerem Fahren entdeckten wir einige Hyänen, die auf der Suche nach ihrer Beute durch die Büsche streiften. Nach diesem ereignisreichen Tag fielen wir müde und erschöpft in unsere Betten und freuten uns bereits darauf, was uns am nächsten Tag erwartete. Das Wetter am nächsten Morgen war leider nicht sehr vielversprechend: Es war düster und regnete immer wieder. Wir hatten heute den Chobe Nationalpark (Botswana) geplant und freuten uns bereits auf viele Tierbeobachtungen. Zurück in Botswana starteten wir mit einer Bootsfahrt, von der aus wir einen Elefanten, Nilpferde, mehrere Leguane und Krokodile sowie wunderschöne Vögel beobachten durften. Während der Bootsfahrt verschonte uns das Wetter und es blieb bis zum frühen Nachmittag trocken. Doch nach wenigen Minuten auf dem Jeep auf unserer Nachmittagsfahrt verliess uns das Glück. Es fing recht stark an zu regnen und wir kehrten um. Auf dem Rückweg begegnete uns noch eine grössere Herde Elefanten, mehr konnten wir leider nicht mehr sehen.

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Wir kamen am späten Nachmittag wieder an der Grenze an und fuhren in Richtung Victoria Falls weiter. Auf dem Weg machten wir einen kurzen Stopp, weil wir beinahe einen kleinen Karakal (Wildkatze) überfahren hätten. Er rannte schnell über die Strasse und blieb dort etwas verängstigt, aber unverletzt liegen. In Victoria Falls angekommen, bezogen wir unser Zimmer und speisten abends im à la carte Restaurant. Nach der Ruhe der Imbabala Lodge musste man sich erst an das geschäftige Treiben in Victoria Falls gewöhnen. Dort sammelten sich die Touristen und es war trotz Nebensaison einiges los. Der nächste Morgen startete früh mit einem Ritt in den Sonnenaufgang. Ich lernte mein Pferd für heute kennen – Peanup. Gemeinsam mit meinen Guides und Alison, der drahtigen Stallbesitzerin, machten wir uns auf die Suche nach Giraffen, Zebras und Impalas. Stattdessen jedoch begegneten uns immer wieder einzelne Büffel, darunter Büffelkühe mit frisch geborenen Kälbern. Auch scheue Herden Zebras galoppierten immer wieder an uns vorbei. In der Regenzeit sind die Büsche sehr dicht bewachsen und nur wenige Wege sind offen und frei ersichtlich. Es wurde deswegen vorsichtiger geritten und nur auf breiteren Wegen ging es flott im Galopp vorwärts. Am Ende unseres Rittes erspähten wir endlich auch die lang gesuchten Giraffen.

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Alison brachte mich nach dem Ritt ins Lookout Café. Dort erwartete mich bereits mein nichtreitender Begleiter, der den Vormittag bei einer Canopey Tour verbracht hatte. Über mehrere Seilrutschen schwang er sich über die abwechslungsreiche Schlucht mit atemberaubender Aussicht auf den Zambesi. Wer noch nicht genug Adrenalin verspürte, konnte von der Schlucht aus den Gorge Swing, Zipline oder von einer Brücke Bungee Jumping ausprobieren. Wir wollten es wissen und probierten den Gorge Swing aus. Ein einmaliges und wahrhaft atemberaubendes Erlebnis. Wenn man sich erst einmal über den Rand getraut hat, fällt man in freiem Fall ca. 70m, bevor man abgebremst und sanft hin und her geschwungen wird. Das Wasser der Schlucht war nicht mehr weit unter uns. Definitiv ein Erlebnis! Nach diesem Abenteuer ging es für uns weiter zum Old Ursula Camp. Wunderschön in die malerische Landschaft Zimbabwes eingebettet, liegt das Anwesen mit seinen insgesamt 4 Zimmern. Ein wahrhaftiges Paradies mit familiärer, herzlicher Atmosphäre und einem klasse Service. Unser fantastischer Koch zauberte uns ein leckeres Mittagessen, bevor wir zu einem Game Drive aufbrachen.
In dem dazugehörigen Reservat ist man sehr bemüht, Nashörner zu schützen und zu beherbergen. Insgesamt 11 Nashörner sind bereits im Reservat und ein weiteres Baby war gerade einmal vor vier Wochen geboren worden. Wir hofften, eines der Nashörner oder eine der Katzen zu entdecken. Wir wurden nach einer guten Stunde belohnt. Löwen wurden gesichtet und wir fuhren hin und hielten nach frischen Spuren Ausschau. Während wir auf den Bäumen und im dichten Gebüsch suchten, wären wir beinahe an einer wunderschönen Löwendame vorbeigefahren. Erst in Lauerstellung, dann nach ein paar Minuten deutlich entspannter, lag sie majestätisch und in voller Pracht auf einem grossen Baumstamm direkt neben uns. Lange Zeit verharrten wir und betrachteten den seltenen Anblick.

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Nach einem Sundowner kamen wir an einem schönen, gemütlichen Platz an, auf dem bereits unser Abendessen auf uns wartete – mitten im Busch! Auf unserer Heimfahrt zurück zur Lodge versuchten wir weitere nachtaktive Tiere zu erspähen, jedoch hielten diese sich heute weitestgehend versteckt. Am nächsten Morgen hiess es für uns beide dann ab aufs Wasser und losgepaddelt. Im Kanu machten wir den Zambesi Fluss unsicher und hielten nach Vögeln und anderen Tieren Ausschau. Wegen der heutigen Hitze waren nicht ganz so viele Wildtiere unterwegs, wir genossen daher die Stille auf dem Fluss und das Wiegen und Spritzen des Wassers bei der einen oder anderen Stromschnelle, über die wir mit dem Kanu fuhren. Entdeckten wir ein Nilpferd, das aus dem Wasser prustete, so nahmen wir etwas Abstand. Nicht jedes Nilpferd ist Eindringlingen wohl gesonnen.

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Am Nachmittag machten wir uns im Jeep wieder auf den Weg – dieses mal wollten wir unbedingt ein Nashorn finden. Unser Guide, Mike, war ein klasse Spurenleser und wir folgten bald einer Spur und plötzlich stand links von uns ein Nashorn. Als wir quiekende Geräusche wahrnahmen, war uns klar: unser Nashorn war nicht alleine – es hatte ein Baby bei sich, das gerade einmal vier Wochen alt war. So süss und knittrig lugte es zwischen den Beinen der Mama hervor und blinzelte uns immer wieder aus neugierigen Augen heraus an. Wir genossen den wunderschönen Anblick.

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Eine gute Stunde später erblickten wir ein weiteres Highlight: Auf einem Stamm vor uns lag eine junge Löwendame und blickte uns entgegen. Wir warteten, bis sie sich etwas entspannte und erfreuten uns an ihrer Schönheit.

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Am Abend sprachen wir bei einem üppigen und sehr leckeren 3-Gänge Menü über unsere Erlebnisse und freuten uns auf eine geruhsame Nacht. Am nächsten Morgen erkundete ich zu Pferd die Landschaft und mein Guide zeigte mir, wo er aufgewachsen ist. Wir ritten immer wieder durch kleine Dörfchen hindurch und winkten Frauen und Kindern, die auf den Feldern arbeiteten. Nur wenige hatten in ihrem Leben Pferde gesehen. Wenn, dann benutzt man Pferde hier als Last- oder Arbeitstiere. Nach einem gemütlichen Ritt an Feldern und kleinen Dörfchen vorbei, erreichten wir unsere nächste Unterkunft – die Gorges Lodge. Die Lodge liegt traumhaft mit direktem Blick hinab zur Schlucht und jedes Zimmer hat eine Terrasse mit wunderschöner Aussicht. Zwei schwarze Adler kommen immer wieder in die Gegend und wir hatten das Glück, beide sehen zu können. Den Abend verbrachten wir in geselliger Runde bei einem Abendbuffet und dem einen oder anderen Gläschen Wein bevor wir uns auf den Weg ins Bett machten. Mein Tag startete früh mit einem Ritt durch den Nationalpark. Ich hatte heute ein flottes, vorwärtsgehendes Pferd unter mir, auf dem der Ritt sehr viel Spaß machte. Uns begegneten grosse Herden Zebras, immer wieder Giraffen, einige Kudus und viele Impalas. Wir hatten auch das Glück, eine seltenere Gattung Antilopen zu sehen: Säbelantilopen und eine grosse Herde Elands, die friedlich grasten.

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Wir genossen den Anblick bevor wir weiter ritten. Wir begegneten weiteren Giraffen und einigen Herden vorbeiziehender Zebras und Impalas. Gegen Ende unseres Rittes stiessen wir auf einen Elefanten, der uns argwöhnisch begutachtete, dann aber von dannen schritt. Am Nachmittag durften wir dann Elefanten deutlich näher kommen. Wir hatten unseren Elefantenritt geplant. Erst durften wir die herankommenden Elefanten anfassen und uns von ihren Rüsseln betasten und anschnauben lassen. Anschliessend durfte jeder auf einem Elefanten Platz nehmen und von hoch oben genossen wir die Ausblicke auf wundervolle Landschaften und erspähten immer wieder Wildtiere. Sanft schwangen wir hin und her – die Gangart eines Elefanten ist meist eher gemütlich. Leider war unser Ritt viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns verabschieden. Wir wurden zur Victoria Falls Lodge zurückgebracht, wo wir unser heutiges Boma Abendessen gebucht hatten. Es gab afrikanische Speisen, Salate, Gemüse und vielerlei Süssspeisen. Dazu wurde getanzt, gesungen und zum gemeinsamen Trommelschlagen aufgerufen. Anfangs belustigt, aber dann doch voll bei der Sache, übten wir verschiedene Rhythmen und Klänge auf den Trommeln. Nach dem Essen wurde ausgelassen getanzt und gesungen. Ein wirklich gelungener, gemütlicher Abend. Am nächsten Morgen brach unser letzter Tag an. Wir hatten uns ein letztes Highlight für den heutigen Tag vorgenommen: den Besuch der Victoria Wasserfälle. Wir stellten uns auf eine nasse Angelegenheit ein, jedoch wurde es noch spritziger, als wir dachten. Es gibt verschiedene Aussichtspunkte, von denen man einen tollen Ausblick auf die atemberaubenden Fälle hat. Von unten spritzt die Gischt nach oben und man wird komplett von oben bis unten nass. Aber der Ausblick ist es auf alle Fälle wert! Kein Wunder, dass die Victoriafälle zu einem der sieben Naturwundern der Erde gehören.

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Am Nachmittag hiess es dann leider bereits Abschied nehmen. Wir wurden zum Flughafen gebracht und mussten der tollen, abwechslungsreichen und entspannten Welt Zimbabwes den Rücken kehren. Wir haben viel gesehen, unglaublich viel erlebt und sehr viele, nette Einheimische kennengelernt. Wir werden wiederkehren!

Alle Informationen zur Reise (etwas geänderter Tourenverlauf als hier beschrieben) finden Sie unter http://www.reiterreisen.com/it-zmrt07.htm.
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