Südafrika für Geniesser - mitten im Paradies!

Südafrika für Geniesser - mitten im Paradies!

Beitragvon admin » 22 Mär 2016, 11:20

Aufgeregt kommen wir in Johannesburg an. Endlich wieder Südafrika, endlich wieder Buschland! Es ist Februar und wir sind froh, das kalte und nasse Deutschland verlassen zu können. Hier in Südafrika hat es um die 35 Grad, es ist sonnig, heiss und trocken. Wir sind angekommen - zumindest fast. Wir nehmen den Mietwagen entgegen und schon brechen wir auf in unser Abenteuer - dem Linksverkehr. Nach ein paar Kilometern hat man sich daran gewöhnt, dass einem Autofahrer von rechts entgegen kommen und fährt auf der recht unbefahrenen Strasse immer weiter geradeaus. Man gewöhnt sich ebenfalls recht schnell an das "Danke sagen" in Südafrika: man überholt, bedankt sich mit der Warnblinkanlage und erhält von seinem Hintermann einen nettes "bitte" in Form eines kurzen Aufblendens. Rechts und links sieht man ein paar kleine Dörfchen, ansonsten begegnet einem die eine oder andere Kuh am Strassenrand. Zäune gibt es meist nicht, aber die Kühe haben sich an den Verkehr gewöhnt. Nach gut 5,5 Stunden sind wir fast an unserem Ziel angekommen und hoffen darauf, endlich die Lodge sehen zu können. Ein paar Kilometer auf einer Schotterpiste (unser Auto hat es überlebt!) und einen steilen Hügel hinauf und wir sind endlich da. Der lange Weg wird mit der einen oder anderen Wildtiersichtung rechts und links am Weg verkürzt.

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Gleich werden wir mit einem kühlen Drink begrüsst und geniessen die wunderschöne Aussicht auf die Hügel und die Landschaft um die Lodge herum. Die Lodge ist etwas höher gelegen, sodass man auch von seinem Zimmer und der Terrasse einen herrlichen Blick erhaschen kann.

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Der Urlaub kann beginnen! Nach dem langen Flug und der Fahrt ist erst einmal Entspannung am Pool angesagt. Wir sind heute fast die einzigen Gäste und so ist es angenehm ruhig und gemütlich. Die Zimmer sind geräumig, schön und mit einer tollen Terrasse versehen, sodass man sich sofort wohlfühlt. Wir werden langsam hungrig nach der langen Reise und sind froh, als abends unser erstes Menü gereicht wird. Ein 4-Gänge-Menü erwartet uns mit schmackhaften, frischen Speisen, ein absoluter Genuss! Den Abend lassen wir mit einem Wein gemütlich ausklingen und lassen uns früh, glücklich und satt in die Kissen fallen.
Am nächsten Morgen startet der Tag früh, es soll heiss werden. Es geht auf einen ersten Erkundungsritt - Pasha ist heute mein Begleiter. Er ist ausgeglichen, leichtrittig und lässt sich gerne zu dem einen oder anderen Galopp ermuntern. Auf dem Weg begegnen wir einer kleinen Giraffenherde, die gerade Junge bekommen hat. Diese sind mit ihren zwei Monaten schon recht selbstständig und staksen bereits den grösseren Giraffen hinterher.

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Elanantilopen und Gnus kreuzen immer wieder unseren Weg, lassen sich aber kaum beim Fressen stören. Sie sind Besuch bereits gewohnt. Gute zwei Stunden sind wir unterwegs und es beginnt bereits heisser zu werden. Gegen 9.30 sind wir wieder bei den Stallungen angelangt und werden zurück zur Lodge gefahren, wo uns ein schmackhaftes Frühstück erwartet, das keine Wünsche offen lässt: Früchte, Käse, Wurst, frisches Brot und Eier nach Wunsch, was will man mehr?

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Nachmittags dürfen wir uns für eine weitere Aktivität entscheiden - mein nicht reitender Partner möchte gerne auch einmal aufs Pferd sitzen und ein weiteres Ehepaar schliesst sich uns an, so unternehmen wir einen gemütlichen Schrittausritt. Die beiden Männer sind nach dem Ritt erstaunlich fit und beklagen sich nicht über Muskelkater (sie hatten aber auch bequeme Distanzsättel und ein Fell - mehr Luxus gibt es beim Reiten wohl kaum...).

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Nach dem Ritt bleibt noch etwas Zeit für ein kühles Bad im Pool, bevor uns wieder ein leckeres 4-Gänge-Menü erwartet. Vom Restaurant aus sehen wir immer wieder Gnus oder Elanantilopen grasen, ein unglaublich friedliches Bild des afrikanischen Busches! Satt und zufrieden fallen wir heute ins Bett...der Morgen beginnt im Sommer in Südafrika schliesslich sehr früh!

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Ein besonderer Morgen erwartet uns - mein Partner bricht auf zu einem Bushwalk mit Chamu, seinem Guide, und zwei weiteren Deutschen. Für mich wird Pasha noch einmal gesattelt und wir unternehmen einen gemütlichen Ausritt zu dritt. Immer wieder sehen wir Antilopen, Zebras und Warzenschwein-Familien, die uns über den Weg laufen. Morgens ist es noch angenehm kühl für uns und die Pferde und so kann auch länger galoppiert und getrabt werden. Nach 1,5 Stunden kommen wir an. Wo wissen wir noch nicht genau. Wir sitzen ab und zum gleichen Zeitpunkt trifft auch die Bushwalk Gruppe ein. Jetzt erst sehen wir, was uns erwartet: ein reich gedeckter Tisch mit allen möglichen Köstlichkeiten mitten im Busch. Wir lassen es uns schmecken und geniessen das angenehme Wetter bevor es zu heiss wird.

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Nach dem Buschfrühstück rollen wir uns zurück auf die Pferde und reiten zu den Stallungen zurück bevor wir eine kleine Siesta einlegen. Einen grossen Wunsch haben wir noch: Bogenschiessen! Die Lodge hat einiges an Aktivitäten zu bieten und dies ist eine davon. Natürlich wollen wir es gerne einmal ausprobieren. Wir bekommen eine Kurzanweisung und jeder darf einmal probieren, auf das Blatt, das einige Meter vor uns an eine Wand angeheftet ist, zu treffen.
Anfangs sind wir froh, wenn wir überhaupt in die Nähe schiessen. Wir müssen danach immer die Pfeile einsammeln und nicht nur einmal suchen wir etwas länger, weil die Pfeile in die falsche Richtung geflogen sind. Nach einigen Versuchen haben wir die Taktik ungefähr raus und treffen sogar fast ins Schwarze! Es macht unheimlich Spass, doch irgendwann setzt die Müdigkeit der Arme ein und wir beenden unsere Übung.
Die Erlebnisse sind jedoch für heute noch nicht beendet! Wir haben einen ganz besonderen Ausflug für heute Nachmittag geplant: einen Ausflug ins Big Five Reservat Amakhosi. Wir haben die einmalige Gelegenheit (nicht immer ist dort noch Platz), einen Game Drive mitzumachen und ziehen mit einer Gruppe von lustigen Engländern los. Wir haben einen glücklichen Tag erwischt. In den drei Stunden Jeepsafari sehen wir nicht nur Giraffen, Zebras und jede Menge Antilopen, sondern auch eine grosse Elefantenherde, die direkt neben uns an einem Wasserloch trinkt und Nashörner.

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Die schwarzen Nashörner halten sich versteckt, aber von den weissen sehen wir ein paar grasen und können recht nah neben ihnen stehen bleiben.

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Das Highlight des Nachmittags sind jedoch die Geparden, die wir sehen: dick und kugelrund liegen sie keuchend am Boden, da sie gerade erst gefressen haben und satt und zufrieden ein Schläfchen einlegen.

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Es gibt nur zwei Geparden im ganzen Reservat, wir haben also wirklich Glück, diese wunderbaren Geschöpfe zu Gesicht zu bekommen. Nach diesem ereignisreichen Tag fallen wir nach einem leckeren Abendessen erschöpft in unsere Betten.
Der nächste Tag beginnt wie immer früh. Wir müssen uns heute leider schon von der wunderschönen Lodge, den netten Gastgebern, dem leckeren Essen und dem tollen Reiten verabschieden, da es für uns weiter ins Thanda Camp geht. Wir fahren ca. 1,5 Stunden und erreichen unser Ziel. Unser Auto können wir am Rande des Reservates stehen lassen und werden zum Camp gefahren. Das Camp ist beeindruckend - ein Zeltcamp, aber was für eines!

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Komfortable Zelte mit allem, was man sich wünscht: einem einladenden grossen Bett, einem Bad in einem Extrazelt mit Verbindungstür, einer Aussendusche und einer wunderschönen Terrasse, auf die sich auch die eine oder andere Antilope verirrt. Dazu ein grosser Pool, eine Bar und ein Restaurant. Und das alles mitten im Busch!

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Frühmorgens bricht man hier bereits um 5 Uhr zu einer Safari auf und die Ranger wissen, was sie tun. Wir folgen den Spuren von Elefanten bis wir sie direkt vor uns die Strasse kreuzen sehen: ein grosser Elefantenbulle und mehrere Kleine, die recht nah an unserem Jeep vorbeikommen. Sie lassen sich von uns nicht stören. Weiter geht es auf Löwenjagd. Und plötzlich hält der Jeep an, fährt ein Stück rückwärts und unser Ranger zeigt nach links: wir schauen alle wie gebannt ins Dickicht, als wir dort einen sehr seltenen Gast zu sehen bekommen, der im Busch kauert: einen Leoparden. Einige Sekunden geniessen wir den Anblick bevor er in rasantem Tempo davonläuft.

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Diese Safari führt uns von einem zum anderen Highlight. Die Ranger suchen weiter nach Spuren von Löwen, als von einem Baum ein paar Meter vor uns plötzlich ein Löwe fällt und direkt vor uns anmutig auf den Weg läuft. Er hat für eine Löwenherde Ausschau gehalten um vor Gefahr zu warnen und schliesst sich nun seinen Löwengenossen an. Diese majestätischen Tiere so nah zu sehen ist wirklich ein wunderbares Erlebnis!
Auf dem Weg zurück begegnen wir einer riesigen Büffeldherde, die es sich im Wasser zum Kühlen bequem gemacht hat.

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Zurück im Zelt erwartet uns bereits das nächste Highlight: ein gemütliches Essen im Boma: Bei einem Boma handelt es sich um einen runden Platz unter freiem Himmel, meist mit einem Lagerfeuer in der Mitte. Dort sitzen wir gemütlich an Zweier-Tischen, sehr romantisch und für sich. Wir werden von einer traditionellen Gruppe von einheimischen Frauen unterhalten, die für uns singen und tanzen. Anschliessend gibt es dann ein geschmackvolles Buffet, für jeden ist dort etwas dabei. Ein absoluter Gaumenschmaus. So geht ein ereignisreicher Tag zu Ende.

Fazit unseres Aufenthaltes: eine klasse Mischung aus schönen Ausritten, tollen Unterkünften, herzlichen Gastgebern und erstklassigem Essen!

Alle Informationen finden Sie unter: http://www.reiterreisen.com/paksta.htm, unter http://www.reiterreisen.com/pak009.htm (2 Übernachtungen im Thanda Camp) sowie unter http://www.reiterreisen.com/pab008.htm (eine Übernachtung auf der Amakhosi-Lodge).

Angelika Kaiser, Februar 2016

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