Streiflichter aus dem Okavango Delta

Streiflichter aus dem Okavango Delta

Beitragvon admin » 28 Jan 2016, 14:17

Von Frankfurt nach Windhoek per Nachtflug und nach einem kurzem Aufenthalt im kleinen aber internationalen Airport geht es nach Maun. Sieben der geschätzten 20 Fluggäste verlassen die Maschine und folgen einem Ordner in das internationale Terminal. Kurzes Warten, da noch kein Offizieller für das Visum vor Ort ist. Die Beamtin taucht nach 5 Min. mit ihrem Einreisestempel auf: Abstempeln und Gepäck nehmen, das hier noch einzeln reingetragen wird (und das ist wörtlich gemeint). Ich gehe raus und werde herzlich empfangen und an Paul, den Piloten der winzigen Cessna, ins Camp verwiesen. Ich bekomme ein offizielles Flugticket, dann geht es entspannt durch den Check und zur Maschine. Neben mir ist noch der Hufschmied und ein Co-Pilot an Bord. Das Gepäck ist hinten verstaut und der Flug in der kleinen Maschine gestaltet sich angenehm: Ein wunderschönes Panorama über das Okavango Delta. Gerade Regenzeit, nach der Trockenheit wird diese schon sehnsüchtig erwartet. Wasser ist kaum zu sehen, doch viele aktuell "trockene“ Wasserläufe lassen sich von oben gut erkennen. Nur wenige kleine „Ruckler“ aber schnell ist dieser 30-minütige Flug um und wir landen auf einer Sandpiste mitten im Busch. Ein Jeep empfängt uns, während ein Mitarbeiter in die Maschine steigt. Hier im Camp gilt der Rhythmus 3 Monaten arbeiten und einen Monat Urlaub. Wir werden empfangen und in ca. 15 Minuten Fahrt auf der Einzigen befahrbaren Sandpiste ins Camp gefahren. Schon diese Strecke ist ein Erlebnis und Giraffen begrüßen uns. Die Managerin Kathie erwartet mich im Camp und gibt mir eine kurze Einweisung, bevor es Mittagessen gibt: Draussen in perfekter Szenerie mit Blick in den Busch. Simon, unser Kellner, serviert uns Lasagne, Salat, Brot, Käse und frische Früchte. Dazu ein Glas Wein und Wasser, ein perfekter Einstieg. Ich habe ein wenig Zeit mich umzuschauen und mein „Zelt“ zu beziehen: Geräumig mit Betten, einem Schrank, Schreibtisch, Gepäckablagen und nach hinten angeschlossen ein komplettes Badezimmer: WC, Waschbecken und eine Dusche, die auch Warmwasser bietet, welch ein Luxus mitten im Busch!

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Nach vorne hin schliesst sich eine Terrasse an mit Liegestühlen und freiem Blick in den Busch, besser als jedes Fernsehprogramm! Gerade läuft eine kleine Pavianfamilie mit zwei ausgewachsenen Tieren und einem Baby vorbei. Die Tiere respektieren die Zelte, laufen aber frei durch „ihr Zuhause“, wo ich Gast sein darf.
Nach der Tea Time mit frischem Kuchen und Kaffee/Tee geht es endlich auf den ersten Ritt, wo wir auch auf viele Tiere treffen: Elefanten, Giraffen, Impalas, Kudus usw. Ich reite Foster, ein leicht zu reitendes und geübtes „Fotopferd“.

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Im Anschluss gibt es einen Sundowner und einen schönen Sonnenuntergang bevor ich die Buschdusche teste, herrlich! Später wird das Abendessen im Freien serviert, natürlich mehrere Gänge an der schön gedeckten Tafel. Im Anschluss wird man zu seinem Zelt gebracht, wo ich, nach einer Nacht im Flieger, tief und fest inmitten der Buschgeräusche schlafe.

Typischerweise sieht ein Tagesablauf im Camp wie folgt aus:
5:30 Uhr wecken mit Kaffee oder Tee am Bett.
6:00 Uhr Frühstück am Lagerfeuerplatz mit Joghurt, frischen Früchten, Toast, Cerealien etc.
6:30 Uhr Abritt. Morgens reitet man dasselbe Pferd wie am Abend zuvor. Ca. 4 Stunden mit einer kurzen Snackpause (Äpfel, Müsliriegel werden als zweites Frühstück gereicht) und Wasser hat jeder in seiner eigenen Trinkflasche dabei. Gerne geht es auch im flotten Galopp durch den Busch.
11:30 Uhr Lunch im Camp oder auch mal auswärts an einer gedeckten Tafel an einem schattigen Plätzchen mit einem Glas Champagner als Entrée.
Im Anschluss Siesta. Freizeit um zu lesen, schlafen, in den frischen Pool zu gehen oder auf der Terrasse zu entspannen und den Busch zu beobachten.
16:30 Uhr Tea time mit frischem Kuchen, der Möhrenkuchen ist definitiv mein Favorit!
17:00-17:30 Uhr Abritt für den ca. 1 ½-2 stündigen Abendritt. Hier wird Schritt und Trab geritten, so dass man sich an sein neues Pferd gewöhnen kann.
Anschliessend werden Appetizer und Drinks genossen.
20:00 Uhr Abendessen serviert an einer Tafel im Freien mit mehreren Gängen.


Impressionen aus 10 Tagen Buscherlebnis:

- Der Duft von Kaffee weckt mich, ich schlage die Augen auf und der erste Blick fällt in den Busch. Ich blinzele erneut und habe richtig geschaut: Eine Giraffe taucht hinter einem Busch auf und läuft gemächlich zum nächsten Baum. Direkt gefolgt von zwei Jungen, die auf ihren langen Beinen folgen. Was für ein schönes Bild – schnell die Kamera herbei, man weiss nie, ob sich solch ein Moment wiederholt.

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- Abendessen. Wir sitzen in gemütlicher Runde und so einige legendäre Buschgeschichten und Buscherlebnisse bei Ritten machen die Runde. Der Hufschmied hat trotz Hitze fast 30 Pferde beschlagen und beraspelt. Und plötzlich hört man Äste und Bäume knacken, da ist wohl etwas Grösseres unterwegs. Es ist stockdunkel, aber der Guide Bongwe und auch Mod können anhand der Geräusche die Tiere zuordnen. Da sind wohl wieder Elefanten unterwegs...Man sieht sie nicht, doch sind sie ganz nah und folgen ihrem Weg. Nur zu nah sollte man ihnen lieber nicht kommen. Gemächlich gehen sie ihren Weg und tatsächlich ist es eine ganze Herde. Kathie beschliesst daher, später per Jeep zu ihrem Zelt zu fahren – zu Fuss sollte man den grauen Riesen nicht direkt gegenüber stehen! Das Tolle hier mitten im Busch ist, dass man einiges zu sehen bekommt und nie vorher weiss was sein wird: So ist die Natur und das Leben hier draußen in der Wildnis. Nur eines ist sicher: man bekommt sehr viel geboten und langweilig wird es nie!

- Dieser Morgenritt auf Star ist fantastisch: So einige wundervolle Gallopaden quer durch den Busch, bei denen hin und wieder ein Buschbock oder Impala aufschreckt wird. Doch dann ein unerwartetes Highlight: Eine Gnu- und eine Zebra-Herde begleiten uns im Galopp! Ich bin angekommen im afrikanischen Busch! Später kommen wir an eines der wenigen, etwas größeren, Wasserlöcher und es bietet sich ein einmaliges Bild: Vereinzelt linsen Nasenlöcher aus dem Wasser, eine ganze Nilpferdeherde schaut neugierig zu uns.

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Pferde sehen sie nicht so häufig... Über 20, samt Kälber, genießen das lebenswichtige, kühle Nass und beäugen uns neugierig. Auch einige Krokodile lassen sich durch die vorlugenden Nasenlöcher ausmachen. In diesem Tümpel tummelt sich einiges und schwimmen sollte man hier definitiv nicht!

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Wir reiten weiter und kurz vor Ende des Rittes treffen wir auf eine Giraffenherde. Wow! Langbeinig galoppieren sie wie in Zeitlupe durchs offene Buschland. Einige gute Fotos sind das Resultat, bevor es munter im Galopp weitergeht. Wir kommen um eine Kurve, da steht schon die gedeckte Tafel für uns. Die Pferde werden, wie immer, von den Grooms bestens versorgt bzw. nach Hause geritten und dann versorgt. Die Gäste bekommen Champagner, bevor wieder ein köstliches Mahl serviert wird. Im Anschluss geht es die kurze Strecke zum Camp per Jeep zurück.

- Das Camp ist mit Fackeln bzw. Gaslampen beleuchtet, denn wenn nachts die Dunkelheit einbricht, sieht man die Hand vor Augen nicht mehr. Vor dem Hauptzelt steht die gedeckte Tafel: Den Appetizer gibt es samt Drink direkt nach dem Ritt und abends folgen drei weitere Gänge. Dazu ein Glas Wein. Urlaub pur! Simon trägt das Menü vor und die Ereignisse des Tages machen die Runde. Hinzu kommen die vielen verschiedenen Geräusche und wir sind überrascht, welcher Laut von welchem Tier stammt: Zebra- und Büffellaute hatte ich mir anders vorgestellt. Heute Abend aber ist es phasenweise still, nur hin und wieder ist ein „Alarmcall“ zu vernehmen. Die Raubtiere sind unterwegs. Hier können es Löwen, Geparden oder Leoparden sein. Paviane warnen einander ebenso wie Impalas und bringen sich und ihre Jungen in Sicherheit.
Der Weg per Jeep zu seinem Zelt ist für den Hufschmied heute länger: Er muss eine Weile warten bis die etlichen Wasserbüffel den Weg zu seinem Zelt freigeben.

- Zorba ist heute mein Pferd für den Morgen und was für einer. Büffeltag.
Wir reiten los und schon nach wenigen Metern stehen wir einigen Giraffen gegenüber. Ein erster Fotostopp, dann reiten wir durch die endlose Weite ohne Tiere zu erspähen. Nur hin und wieder springt ein Buschbock, Tsessebe oder Impalas aus dem Busch. Und plötzlich Dunst: Wie eine schwarze Wand tauchen hunderte Wasserbüffel auf und rotten sich zusammen, bevor sie im Galopp als Masse davonlaufen. Wie Nebel steigt der graue Dunst auf und umhüllt die Herde. Wir galoppieren ein Stück mit, bis wir kurz vor ihnen zum Stehen kommen. Die Herde bezieht Aufstellung und kommt neugierig näher zu den Pferden...immer näher.. bis plötzlich die Pferde als „gefährlich“ eingestuft werden und die komplette Herde kehrtmacht und davonrennt.

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Wir reiten weiter und geniessen einige Galoppstrecken mit vereinzelten Sprüngen über kleine Baumstämme bevor wir eine riesige Elefantenherde sehen, die sich samt vielen Babys um ein Wasserloch tummeln. Die Ohren dienen der Ventilation und wir können tolle Fotos machen bevor die Herde uns bemerkt. Der Wind hat ihnen unseren Geruch verraten: Sie rotten sich zusammen und schreiten gemächlich aber bestimmt los. Über 50 Tiere, ein beeindruckendes Schauspiel!

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Auf dem Rückweg zum Stall treffen wir erneut einige Büffel, bevor es zurück zum Stall geht.

- Captain Hook
Wir sitzen entspannt nach dem Lunch am Tisch und schauen „Buschkino“. Frech nähert sich ein Nashornvogel dem gedeckten Tisch und pickt die Krümel auf. Es ist ein alter Bekannter im Camp, Captain Hook. Der Name rührt daher, dass sein linkes Bein gebrochen war und daher schief wirkt. Aber er hat gelernt damit umzugehen und setzt seinen Schwanz geschickt als Stabilisator ein und schafft es trotzdem den Toast vor seinen Vogelkonkurrenten wegzuschnappen. So ist es hier im Busch: Jeder versucht auf seine Art zu überleben.

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- Im Hauptzelt hängt kopfüber eine kleine Fledermaus. Sie wird von einigen Fliegen gestört und unterbricht ihr Nickerchen, schüttelt den Kopf samt riesigen Ohren, um das lästige Getier zu verscheuchen. Ein kurzes Strecken, Flügel wieder zuklappen und Augen zu. Kopfüber schläft sie weiter.

- Der Abendritt ist unglaublich: So viele Büffel auf einem Haufen wurden hier noch nie gesehen! Überall, wo man hinschaut, Wasserbüffel! Dazu noch ein Hippo, Antilopen, Zebras, Tsessebes und viele Elefanten, darunter ein winziges Baby.

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Fast schon umzingelt reiten wir weiter, ich habe Apache, einen Araberschimmel, ein weiteres Lieblingspferd ist gefunden. Auch Giraffen kreuzen unseren Weg, als ob sämtliche Tiere im Busch sich an diesem Wasserloch und auf offenem Feld treffen wollten. Die Ruhe vor dem Sturm?

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- Ich wache auf. Es ist noch dunkel nur nach und nach bricht sich die Dämmerung ihren Weg. Donner und Wind überziehen den Busch und auch der langersehnte Regen trifft ein: Lokal, da es meist nur an einer Stelle regnet. Einige Vögel starten ihr Morgenkonzert, doch mich hat das Knacken in den Bäumen geweckt - da scheint einiges unterwegs zu sein. Büffelherden galoppieren, als ob sie vor etwas fliehen oder sind es Zebras? Nicht einfach zu deuten. Es wird heller und ich kann etwas erkennen und, siehe da, rechts direkt neben meinem Zelt hat es sich ein Elefant gemütlich gemacht und knabbert die Bäume an. Vom Bad aus sehe ich nur den Rüssel in die Äste greifen. Kurz darauf erscheint ein zweiter sanfter Riese. Beeindruckend so nah! Ich warte lieber bis mich jemand abholt, da einer der Elefanten direkt an der Vordertreppe steht und den Weg blockiert, während der andere den Seitenweg hinten herum dicht macht. Kurz später kommt Mod, sieht die Elefanten und kann dies zwei durch Klatschen etwas vorwärts bewegen, so dass die Treppe zum Frühstück frei wird. „George“ ist ein alter Bekannter, der ein friedfertiges Wesen besitzt. Nichtsdestotrotz sind es wilde und freilebende Tiere. Wirklich so nah war ich Elefanten noch nie in freier Wildnis, ein tolles Erlebnis! Auch das ist Afrika.

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- Nach Tagen der Hitze bis 41 °C ist der Regen samt Donner, Blitzen und kühlerer Luft gekommen. Ich nehme in Apaches Sattel Platz und los geht es. Es nieselt nur leicht und so einige tolle und teils sehr flotte Galoppaden erwarten uns. Auch kleine Baumstämme überspringen wir locker. Dort, wo der Regen gefallen ist, blüht einiges grün, auch bereits wie abgestorben wirkende Bäume spriessen. Die Tiere hingegen haben sich zurückgezogen und sind deutlich spärlicher gesät: zwei Elefanten, mal ein Springbock, einige Tsessebes, später eine Hyäne, vereinzelte Warzenschweine und zum Abschluss eine Giraffenfamilie: Mutter, Vater und Kind.

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Dazwischen die weite Ebene des momentan trockenen Deltas. Vereinzelt finden sich noch Muscheln der letzten Flut... und auch ein Regenbogen begleitet uns. Unsere Guides reiten so, dass wir den Regen und die Wolken im Hintergrund zwar sehen, aber nicht hineingeraten. Nur ganz zum Schluss müssen wir einmal durch den Regen um zurück zum Stall zu gelangen. Natürlich im Galopp! Ein langes Stück und nach wenigen Metern sind wir nass. Am Stall versorgen wir die Pferde und retten uns ins Trockene. Die Natur ist immer noch am stärksten und bietet tolle Schauspiele.

- Heute reite ich Simba, den kleinen Fuchs, der lieber galoppiert als trabt. Wir erforschen heute einen weiter entfernten Teil des Deltas, wo es noch überflutete Abschnitte gibt. Nur wenige nach der dürren Zeit, aber immerhin Busch-Delta-Feeling wie man es sich vorstellt. Seerosen und Wasser, die bis an die Füsse reicht. Der kurze Galopp durchs Wasser gibt einem dann genau das Gefühl, welches auf Bildern dieser Region versprochen wird. Kleinere, erhöhte Inselchen schützen die Termitenhügel vor dem Nasswerden obwohl der Untergrund Wasser ist scheint alles durch das Gras lediglich grün wie eine riesige, überflutete Wiese.

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Auch heute haben wir Glück und sehen einiges an Tieren: Drei im Schlamm grasende und badende Warzenscheine,

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eine Giraffenherde samt Babies, Storche, Kudus mit ihren großen Ohren, Impalas mit Babys, Tssesebes, beeindruckend die scheuen Rehantilopen, die nur in feuchten Gebieten bleiben und spezielle Hufe haben, so dass sie sich mühelos im Matsch fortbewegen können. Auch scheue Zebras kreuzen unseren Weg, und zu guter Letzt noch zwei Elefantenbullen, wobei einer zu seiner Herde flieht, während der andere für Fotos posiert und seelenruhig weiterfrisst. Die Pferde stört das alles nicht, sie sind an Wildtiere gewöhnt und freuen sich grasen zu dürfen. Dazu ein paar längere Gallopaden inkl. Zick-Zack-Buschgalopp um Hindernisse machen diesen Ritt zu einem weiteren Highlight im Delta.

- Wieder darf ich in den Sattel des 4 ½-jährigen Seretse steigen, ein großartiges Pferd, das ich direkt als mein Lieblingspferd ernannt habe. Manchmal noch ein wenig unroutinierter als die alteingessenen Artgenossen macht er einen fantastischen Job!

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Heute begegnen wir vielen Warzenschweinen, Redbucks, Impalas, Elefanten, Giraffen, Büffel, aber heute ist ein besonderer Tag! Frische Leopardenspuren finden sich im Sand und etwas später wird seine Anwesenheit durch ein gerissenes Warzenschein, das kopfüber in einem Baum hängt, bestätigt. Die Einzelgänger tarnen sich bestens und wenn sie nicht gesehen werden wollen, sieht man sie auch nicht. Wir reiten weiter den Blick immer suchend in die Weite des Busches, als ich etwas katzenartiges mit Schwanz in einen Busch laufen sehe. Ich sage zu Scorpion, dem Backguide, dass ich etwas katzenartiges gesehen habe aber es vermutlich auch ein anderes Tier sein kann. Leoparden sind extrem scheu. Wir schauen alle suchend um uns und Bongwe trabt los, wir hinterher. Wir erreichen eine kleine Anhöhe an einem Baum, als wir ein Fauchen hören. Es ist klar, es handelt sich um einen Leoparden! Bongwe startet plötzlich los, dem Raubtier hinterher. Scorpion ist längst auf der anderen Seite und wir reiten im gestreckten Galopp Bongwe hinterher über offenes Buschland, in ausreichend Abstand zum Tier versteht sich. Dann Stopp und Warten, da der Meister der Tarnung sich scheinbar in Luft aufgelöst hat. Wir warten, während die Pferde grasen und bekommen noch einmal ein Fauchen zu hören und etwas später schiesst der Leopard über die offene Ebene zur nächsten Anhöhe, um endgültig hinter Büschen zu verschwinden. Welch scheues und anmutiges Tier, ein Sprinter erster Klasse, was für ein Glück wir haben! Goodbye Leopard.
Weiter geht es und auch ein Nilpferd und weitere Antilopen kreuzen unseren Weg, bevor wir eine Plattform in einem Baum erreichen.

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Die Grooms übernehmen die Pferde und wir werden mit Champagner und grandiosem Blick von der Plattform von Zero am gedeckten Tisch erwartet. Kurz darauf kommt Kathie mit dem frischen Lunch. Affen und Vögel in den Bäumen beobachten uns während der leckeren Mahlzeit (Spinat- oder Fleischauflauf, Salat, Brot, frische Früchte). Später können wir noch eine Elefantenfamilie an einem Wasserloch von oben beobachten. Welch ein Morgenritt!

- Abendritt auf Jao, einem riesigen Percheronschimmel. Ich wollte unbedingt einmal ein solches Pferd reiten und es war großartig: Trab gemütlich und insgesamt sehr leichtrittig am Schenkel, aber er hat immens viel Kraft und weiss das. Sogar ein kleiner Sprung war dabei, ein tolles Charakterpferd.

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Natürlich haben wir neben der schönen Buschlandschaft auch Antilopen, Büffel, Giraffen und co. gesichtet. Im Anschluss ein Sundowner und „Busch-TV“, heute im Programm Sonnenuntergang in Liveschaltung.

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- Ich darf heute früh noch einmal Champion reiten, ich freue mich, denn er ist auch einer meiner persönliche Favoriten. Hier sind aber auch viele so tolle Pferde, die leicht zu reiten und gelassen sind und allein das Reiten ist bereits das reinste Vergnügen. Dazu noch die Tierbeobachtungen, traumhaft.

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Es geht in den Busch und kurz darauf treffen wir auf eine riesige Büffelherde. Wenn diese losstartet, rennt sie alles im Weg befindliche nieder so z.B. Bäume und Büsche, eindrucksvoll! Bei Büffeln weiss man letztendlich nie, wie sie reagieren, so dass man besser genug Abstand lässt. Später Giraffen, Hippos, Impalas, Kudus, Tsessebes, aber das Highlight heute morgen ist definitiv der flotte Galopp mit einer Zebraherde und sich anschliessenden Tsessebes und Impalas. Willkommen in Afrika!

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Bongwe hat etwas am Sattel eingestellt und möchte über einen Baumstamm aufsteigen, aber dieser ist innen morsch und bricht durch. Er versucht es weiter hinten erneut und plötzlich schiesst eine riesige Wassereidechse hervor, die aufgeschreckt ihren Weg zurück zum Wasser sucht. Und auch mitten auf dem sandigen Pfad finden sich grosse Eier. Strausse haben sie hier „hinterlegt“, aber augenscheinlich sind sie nicht mehr lebendig. Hinzu kommen einige wirklich schnelle Gallopaden, teils auch lang, wo die gut trainierten und energiegeladenen Pferde zeigen, was in ihnen steckt.

- Ein letzter Ritt auf Seretse. Tolles Licht, warme Luft, Vögel, Giraffen und co kommen zum Abschied. Dann erreichen wir die Aussichtsplattform, wo wir einen Sundowner und Appetizer serviert bekommen. Später per Jeep zurück ins Camp (die Pferde werden von den Pflegern zurückgeritten). Ein Stock unterm Jeep macht Geräusche, also mit einer Lampe schauen, was es ist. Ein andermal hatte es sich eine Python unterm Auto gemütlich gemacht, aber diesmal war es lediglich ein Stock. Nach einer erfrischenden Dusche - was für ein Luxus mitten im Busch - gibt es Dinner. Das Menu wird verlesen, lecker wie immer: Gemüsesuppe, dann Hühnchen und gefüllte Auberginen, dazu Zuckerschoten, Karotten und Kartoffelecken, später noch ein feiner Pudding mit Vanillesosse. Dazu ein Glas Wein und da es der letzte Abend ist, zieht er sich ein wenig ins Feuchtfröhliche. Die zwei jüngeren Frauen verabschieden sich schnell, während wir noch lange zusammen sitzen und Tiergeräusche raten und Buschgeschichten austauschen. Eine Hyäne läuft ganz nah vorbei und verschwindet dann in der Nacht. Später werden wir jeweils zu unseren Zelten begleitet, welch ein schöner Abschlussabend. Am liebsten würde ich hier bleiben, ich habe mich wie zu Hause gefühlt.

- Per Jeep geht es in ca. 20-30. min. zur Start- und Landebahn mitten im Busch. Diesmal stehen dort keine Tiere nur deren Hinterlassenschaften sind vereinzelt sichtbar. Die winzige Cessna kommt, Gepäck hinein, der Pilot sagt zwei Sätze zur Sicherheit, anschnallen und los geht es.

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Wieder haben wir eine tolle Sicht über das weite Delta und nur ein Mitarbeiter und ich sind in der Maschine. Am Ende sind wir auch einmal ein wenig hüpfend, aber sicher in Maun gelandet. Für mich geht es jetzt weiter nach Namibia....

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Alle Informationen zum Programm finden Sie unter www.reiterreisen.com/oko008.htm
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