USA - Ein Tag auf der White Stallion Ranch in Arizona

USA - Ein Tag auf der White Stallion Ranch in Arizona

Beitragvon admin » 25 Aug 2015, 14:00

Ein Tag auf der White Stallion Ranch
Ein Reisebericht von Julia Wies

Mein Flug landet in Phoenix, von dort nehme ich den Arizona Shuttle, der mich direkt nach Tucson bringt. Hier werde ich von einem Wrangler der White Stallion Ranch abgeholt. Abends treffe ich auf der Ranch ein. Die Strassen sind unbeleuchtet, damit die nahegelegene Sternwarte die Sterne auch sehen kann. Die Ebene hier mit einigen Hügeln im Hintergrund eignet sich dafür perfekt. Eine Weite, wie sie in Europa eher selten ist findet sich hier in Arizona.

Ich werde freundlich begrüsst und checke ein. Über die gepflegte Anlage verteilt liegen die Bungalows in denen sich die Zimmer befinden. Alle mit eigenem Bad und meist kleiner Terrasse mit Liegestühlen davor. Bei der Upgrade Version gibt es zusätzlich eine Kamin- und Sitzecke in den grösseren Zimmern. Als ich mein Zimmer erreiche steht das Gepäck bereits dort und so kann ich direkt in dem grossen Bett vom Cowboyleben träumen, das mich morgen erwartet.

Bild

Der nächste Tag startet mit einem besonderen Ritt: Dem „breakfast ride“. Gespannt finde ich mich um 8:30 Uhr bei den Pferden ein, wo allen Teilnehmern nach und nach die Pferde gebracht werden und man aufsitzt. Mein Begleiter ist Mantheo, kurz Manthy gennant, der mich mit hübschem, braunem Kopf anschaut. Entspannt im Schritt geht es in die Wüstenlandschaft hinaus, die von etlichen Kakteen verschiedenster Größen und Formen übersäht ist. Wir durchreiten die Ebene bis schliesslich überdachte Tische vor uns auftauchen. Die Pferde bekommen eine Pause während wir Reiter es uns bei Blaubeerpancakes mit Butter und Honig, Rührei, Würstchen etc. gut gehen lassen. Dazu Kaffee oder Tee und ein Glas Orangensaft, welch ein Start in den Tag!

Schnell finde ich auch Kontakt mit anderen Gästen und so lassen wir uns das Frühstück gemeinsam schmecken. Im Anschluss geht es wieder per Pferd zurück zur Ranch.

Bild

Die Zeit bis zum Mittagessen nutzt jeder auf seine Weise; die Möglichkeiten sind vielzählig: ein Pool lädt zum Baden ein, Liegen am Pool oder in einer Ruhezone stehen bereit, Tenniscourt, Spielezimmer, multifunktionaler Sportplatz, Streichelzoo für die Kids, Leseecke, Bar, ein Computerraum, ein Besuch im eigenen Souvenirshop oder ein Ausflug in die Umgebung. Die Stadt Tucson und das Wüstenmuseum sind nur einige der beliebten Ziele der Umgebung.

Das Mittagessen wird als Buffet serviert und Getränke sind dort ebenfalls verfügbar. Gemütlich auf der Terrasse sitzend, bei einem Plausch mit anderen Gästen schmeckt es gleich doppelt gut.

Am Nachmittag steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: Das Team Penning. Vier Reiter bilden dabei jeweils eine Mannschaft und reiten zu einer kleinen Rinderherde, müssen dort drei Tiere auswählen und diese von der Herde weg in einen separaten Corral treiben. Wer das möglichst schnell schafft hat gewonnen. Ich habe wieder Manthy gesattelt, der mich auf all meinen Ritten begleitet. Leicht zu händeln und entspannt kann ich so meine ersten richtigen Cowboyerfahrungen sammeln. Der Westernreitweise passe ich mich als „Englischreiter“ schnell an und es macht riesigen Spass die Rinder zu treiben. Schon an der Startlinie weiss Manthy was von ihm erwartet wird. Auf das Startkommando hin galoppieren wir vom Fleck weg zu den Rindern. Schnell werden drei ausgesucht, die wir mehr oder minder schnell gen Corral bringen. Nachdem jedes Team mehrere Versuche durchlaufen hat ist leider Schluss und wir reiten aus der Arena zurück zu den Stallungen. Die Pferde werden nach einer Dusche auf die grossflächigen Ausläufe gelassen, wo sie sich ausgiebig wälzen.

Bild

Bild

Um 19:00 Uhr wird für alle das Dinner serviert, welches ich mit anderen Gästen auf der Terrasse geniesse. Ein jeder erzählt von den Erlebnissen des Tages und die Zeit verfliegt bis die heutige Lassovorführung beginnt. Ein Künstler, der auch schon im bekannten „Cirque du Soleil“ aufgetreten ist bietet uns eine erstaunliche Show. Lassos sausen durch die Luft, Pistolen werden einhändig drehend jongliert und Peitschen knallen im Rhythmus dazu. Beeindruckend. Bei einem letzten Getränk lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.
Nach dem Frühstück kann ich noch einen letzten Ritt machen, den „Mountain Fast Ride“. Im Gegensatz zum „Slow Ride“ wird hier galoppiert. Das System ist hier einfach: Jeder macht zuerst einen Schrittausritt und muss dann hinter einem Wrangler einen kleinen „Galopptest“ machen, damit die sehen das man sattelfest im Galopp ist und schliesslich kann man sämtliche Ritte, die an dem Tag angeboten werden mitreiten. So viele wie man möchte ganz nach Lust und Laune. Dies wird aus Sicherheitsgründen so gehandhabt und hat sich bewährt. Anfänger haben die Möglichkeit bei Schrittausritten in den Genuss des Reitens und der Landschaft zu kommen.

Auch begleitende Nichtreiter können bei angebotenen Wanderungen oder Planwagenfahrten auf Ihre Kosten kommen. Und auch Kinder kommen auf Ihre Kosten. Insgesamt ist es eine gute Durchmischung von Familien und Einzelreisenden.

Mein Ritt führt über die Ebene mit etlichen Kakteen zu einem Hügel, den wir erreiten. Oben hat man einen tollen Blick auf die weite bis zum Horizont verlaufende Ebene. Manthy und ich sind inzwischen ein eingespieltes Team und so geniessen wir die letzten Galoppaden bis wir wieder auf der Ranch angelangt sind.

Bild

Bild

Nun muss ich mich leider von Manthy und allen Bekannten verabschieden, denn nach einer kurzen Dusche heisst es Transfer zum Shuttle und Rückfahrt nach Phoenix. Ab dort führt meine USA Reise mich weiter nach Kalifornien.

Infos & Buchung unter http://www.reiterreisen.com/graz03.htm

Bild
Benutzeravatar
admin
Site Admin
 
Beiträge: 118
Registriert: 20 Feb 2013, 13:58

Zurück zu Unsere Reiseberichte

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron