Big Five Reitsafari – African Explorer

Big Five Reitsafari – African Explorer

Beitragvon admin » 13 Aug 2015, 12:31

Wir waren gespannt was uns erwartet: Meine Freundin und ich starteten heute die Big Five Tour und freuten uns auf das, was wir bald erleben werden.
Wir waren bereits in Südafrika und hatten ein paar wunderschöne Tage auf der Lodge in Waterberg verbracht (http://www.reiterreisen.com/saasta.htm). Das Programm lässt sich hervorragend mit der Big Five Reitsafari verbinden, ein Transfer zwischen den beiden Zielen wird angeboten und dauert gerade einmal 45 Minuten. Absolut zu empfehlen!
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Wir erreichten unser neues Heim für die nächsten vier Tage und lernten unsere Mitreiter kennen: Wir waren nur eine kleine Gruppe mit insgesamt vier Reitern. Außer uns ritten noch die Französin Nina und die Niederländerin Ann mit, beide in ähnlichem Alter wie wir. Wir hatten Zeit uns gemütlich mit ihnen zu unterhalten und in der Sonne zu sitzen, bevor wir bei einem guten Mittagessen unsere Guides kennenlernten. Tagsüber hatten wir mit 20-25 Grad super Reitwetter! Das Camp bestand aus Zweierzelten für die Gäste, einem Küchen- und Essenzelt und einem Außenpool. Die Wohnzelte waren komfortabel ausgestattet: sie hatten jeweils zwei Betten und ein kleines Außenbad mit Waschmöglichkeit, Toilette und einer interessanten Außendusche. Diese wurde je nach Wunsch einmal am Tag mit warmem Wasser gefüllt, sodass jeder von uns die Gelegenheit auf eine kurze, warme Dusche hatte. Dazu verfügte jedes Zelt über eine Außenterrasse. Unser Guide erzählte uns den ungefähren Tagesablauf bei anschließendem Kaffee und Kuchen. Wir freuten uns schon darauf, unsere Pferde kennenlernen zu dürfen und wurden zur Lodge gefahren. Die Triple B Lodge bietet ein unglaublich vielfältiges Reiterlebnis in Südafrika, nur 2,5 Stunden nördlich von Johannesburg. Die komfortable Lodge liegt traumhaft an einem See undeignet sich hervorragend für einen längeren Aufenthalt (http://www.reiterreisen.com/tbtsta.htm).
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Von der Lodge aus sind es ca. 20 Minuten Fahrtzeit zum Camp, in dem wir untergebracht waren. Jeder bekam ein Pferd zugeteilt – für mich stand mein treuer Begleiter Dundee bereit. Er war ein sehr ausgeglichener, vorwärtsgehender Wallach, der einfach zu händeln und absolut trittsicher war. Ein Traum von einem Pferd! Wir ritten gemütlich, mit kürzeren Galoppaden zurück zu unserem Camp, wo wir die Pferde in den Paddock brachten und uns an den Pool setzten um Wein und Popcorn zu genießen. Auf dem Weg zum Camp kamen wir auch an Gewässern mit Nilpferden vorbei, die die Nase aus dem Wasser steckten oder am Rand des Wassers standen.
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Abends saßen wir noch ein wenig zusammen. Es wurde abends doch etwas kühl, sodass wir alle sehr froh waren, vor dem Feuer unseren Platz einzunehmen und bei einem guten Wein in die Glut zu schauen um darauf zu warten, dass das Essen für uns vorbereitet wurde. David war ein unglaublich guter Koch und verwöhnte uns jeden Abend mit köstlichen Spezialitäten – einer Vorspeise, Gemüse, Fleisch und verschiedene Beilagen zum Hauptgang. Die Nachspeise war auch unheimlich gut und keine von uns ging hungrig ins Bett. Nach dem Abendessen saßen wir alle noch gemütlich am Feuer. Da wir aber doch müde wurden und der nächste Tag früh starten sollte, liefen wir fröstelnd zu unseren Zelten, wo uns eine kleine Überraschung erwartete: eine wundervolle, warme Wärmeflasche, von unserer Niederländerin liebevoll das „sheep“ genannt. In drei Decken gekuschelt und die Wärmflasche an den Beinen schliefen wir ein um am nächsten Morgen mit einem Tee, Kaffee oder Saft (je nach Wunsch) am Bett geweckt zu werden. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es hoch zu Pferd los zu einem ersten, längeren Ausritt. Das Gelände war teils etwas steinig, aber unsere Pferde erklommen jeden noch so steinigen Pfad trittsicher und vorwärtsgehend, während wir den herabhängenden Ästen und Dornen auszuweichen versuchten. Die Wildbeobachtungen entschädigten uns jedoch kurze Zeit später für jeden Kratzer: Wir sahen einige Zebraherden, viele Kudus, Elan-Antilopen, Impalas und Giraffen.
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Keines der Tiere hatte große Angst vor uns und wir kamen nah an die Tiere heran. Unser Guide hatte immer wieder eine Geschichte zu erzählen und liebte es, Legenden über Vögel oder andere Tiere zum Besten zu geben. An den vielen Tieren konnten wir uns kaum satt sehen. Egal wie oft wir an Giraffen vorbei kamen, es war immer wieder ein Erlebnis, diese majestätisch hinter den Bäumen hervorragen zu sehen. Nach dem Ritt versorgten wir unsere Pferde und hatten meist 2-3 Stunden Zeit zur Entspannung, in der wir ein Buch lasen oder die Seele baumeln ließen. Mit einem vollen Bauch nach dem Mittagessen und anschließendem Kaffee und Kuchen, schwangen wir uns zu einem kürzeren Mittagsritt auf die Pferde um Tiere zu beobachten und immer wieder einen kleinen Galopp einzubauen.
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Der nächste Tag begann mit einem etwas kürzeren Ritt, da es am Nachmittag in ein benachbartes Big Five Reservat ging um dort einen Game Drive zu machen. Dort angekommen, stiegen wir sogleich auf unseren Jeep um und fuhren los. Wir hatten den gesamten Jeep für uns und unser Guide erzählte uns alles Wichtige über die Tiere, die wir sahen und wusste auf jede Frage eine Antwort. Wir sahen zuerst eine Reihe von Nashörnern, die gemütlich beisammen lagen und fraßen. Dazu gesellten sich ein paar grasende Antilopen.
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In der Ferne konnten wir einen Strauß ausmachen und neben uns galoppierten kurze Zeit später hakenschlagend zwei Spezies der kleinsten Antilopenart der Welt, die Dikdiks.
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Einige Paviane waren rechts und links in den Ästen zu sehen, entzogen sich aber leider allzu schnell unserem Fotoobjektiv. Bergauf und bergab ging es mit dem Jeep durch die Landschaft, wir versuchten das eine oder andere Tier auszumachen. Unser Guide sah sie meist vor uns und machte uns auf sie aufmerksam. Eine Löwin lag links im Gebüsch und befand sich in Lauerstellung. Ihre Beute hatte sie wohl nach einiger Zeit aus den Augen verloren, stand langsam auf und kam direkt in Richtung unseres Jeeps. Ein bisschen mulmig wurde es uns schon, schließlich wollten wir keine Beute sein. Gemächlich und majestätisch lief sie hinter unserem Jeep entlang um dann einen anderen Weg einzuschlagen. Wir fuhren weiter, vorbei an Antilopen- und Zebraherden und einigen Giraffen, die still dastanden oder gemütlich an einem Baum zupften. Langsam brach die Dämmerung herein und wir begannen uns wärmer anzuziehen.
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Wir entdeckten einen Schakal gerade einmal 2-3 Meter weg von uns und unser Guide brachte uns direkt zu einem Platz, wo ein männlicher Löwe lag. Majestätisch ließ er es sich gut gehen und streckte sich genüsslich auf dem Boden. Ein wirklich prächtiges Exemplar seiner Gattung. Nach diesem tollen Fund machten wir uns wieder auf den Heimweg und ließen die wunderschönen Wildbeobachtungen von heute Revue passieren.
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Am nächsten Tag wartete bereits die nächste Überraschung auf uns – wir hatten einen längeren Ritt vor uns und besuchten eine Baber-Familie, die ein riesiges Grundstück mit großem Pool und toller Anlage besaß. Wir hatten die Möglichkeit nach dem Mittagessen einige Stunden dort zu verbringen und auf dem Weg dorthin an einem einheimischen Dorf vorbei zu reiten. Die Kinder winkten uns fröhlich zu und grüßten begeistert. Am späteren Nachmittag sollte dann auch schon unser letzter Ritt folgen. Wir kamen an einem kleineren See vorbei, den wir durchritten und hatten einige Galoppmöglichkeiten, bevor wir an der Lodge ankamen und es hieß, Abschied von den Pferden zu nehmen. Wir verbrachten dort noch etwas Zeit und genossen die ruhige und angenehme Atmosphäre bei der Lodge um dann zurück zum Camp gefahren zu werden. David zauberte sein letztes köstliches Abendessen für uns und wir saßen noch länger am wärmenden Feuer beisammen und unterhielten uns bevor die letzte Nacht in Südafrika anbrach.
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Weiter ging unsere wundervolle Tour in die Tuli Wildnis nach Botswana. Am Morgen wurden wir gegen 8 Uhr vom Camp abgeholt und fuhren ca. 4 Stunden nach Botswana. Die Grenzkontrolle verlief schnell und reibungslos und auf der anderen Seite wurden wir bereits von unserem neuen Guide David im Empfang genommen. Wir wurden mit einem Mittagessen begrüßt und nach unseren Wünschen für die Pferde gefragt bevor es auch gleich in die Stallungen ging und jeder sein Pferd zugewiesen bekam Mein Begleiter für die nächsten vier Tage sollte Cimarron sein, ein Wallach, der anfangs sehr ruhig wirkte, aber im Laufe der Tage immer mehr Spaß machte und freudig vorwärts ging. Wir ritten mit einer größeren Gruppe und einem Ersatzpferd los, falls einer von uns sein Pferd gerne tauschen würde. Ein kleiner Test stellte uns auf die Probe. Wir sollten angaloppieren, ein kleines Quadrat reiten und wieder zur Gruppe zurückreiten. Jeder von uns bestand die Prüfung und wir durften mit unseren beiden Guides den ersten Ritt unternehmen. Gleich zu Anfang sahen wir eine riesige Gruppe Elefanten, die gemütlich tranken – ein unglaublicher Anblick.
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Rechts und links von uns tauchten immer wieder kleinere Zebraherden, einzelne Giraffen, Warzenschweine und Impalas auf. Lange Galoppaden über weite Ebenen erwarteten uns. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir das Two Mashatus Camp. Kurz bevor wir ankamen, holte David seine Peitsche raus und ließ sie ordentlich knallen. Vor lauter Schreck fuhr ich beim ersten Mal zusammen. Uns dämmerte es erst nach einiger Zeit, warum er das machte: er wollte uns ankündigen, damit das Personal sich für unsere Ankunft bereithielt. Am Camp angekommen wurden wir sogleich mit warmen Handtücher begrüßt um uns frisch zu machen. Das Camp war ebenfalls luxuriös eingerichtet mit einem Essenszelt, einem Aufenthaltsbereich und den Wohnzelten. Diese hatten eine kleine Terrasse und einen separaten Bereich mit Außendusche, einer Toilette und einem kleinem Waschbecken. Uns fehlte es an nichts! Abends durften wir auch in diesem Camp ein köstliches 3-Gänge-Menü genießen und verbrachten die Zeit mit David und Mpho (unseren beiden Guides), die einige spannende Geschichten zu erzählen wussten. Mpho war anfangs etwas ruhig, aber wenn er etwas sagte, brachte er uns meist zum Lachen. Abends hatte man immer seinen privaten Escort Service zum Zelt, man wusste schließlich nicht, welche Tiere sich hierhin verirrten. Die erste Nacht schliefen wir alle recht unruhig, gab es doch keinerlei Zäune oder Absperrungen gegen die Tiere. Die Buschgeräusche waren zwar durchaus beruhigend, jedoch wussten wir auch um die wilden Tiere, die irgendwo draußen lauerten. Wir vertrauten jedoch der Nachtwache sowie unseren Guides und ihren Buschohren, die bei Gefahr definitiv für unsere Sicherheit sorgen konnten.
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Der nächste Tag begann früh gegen 6 Uhr. Wir nahmen unser Frühstück ein und los ging es auf die Pferde zu einem längeren Ritt. Auch dieses Mal hatten wir großes Glück und sahen mehrere Herden Elefanten. Wir konnten recht nah heranreiten, da sie sich durch uns offenbar nicht gestört fühlten. Viele Babyelefanten waren dabei und schauten neugierig zu uns herüber. Mein Pferd war heute richtig frisch und munter und wir beschlossen, einige kleinere Natursprünge auf dem Weg auszuprobieren, die mein Pferd souverän meisterte. Ich habe ihn immer mehr in mein Herz geschlossen.
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Nach einer kleinen Pause traten wir den Heimweg an und waren bereits alle hungrig. Nach mit dem Mittagessen hatten wir etwas Zeit für uns und durften eine Massage genießen, die unheimlich guttat und sehr entspannte. Gegen Nachmittag rief uns David zusammen und wir machten uns auf zu einer Sundowner Tour per Jeep. Unterwegs sahen wir einige Tiere und Elefanten, und tranken unseren Wein in nächster Nähe zu einer größeren Herde. David wurde angerufen und teilte uns mit – er hätte evt. eine Überraschung für uns. Wir wurden nicht enttäuscht! Auf dem Weg sahen wir drei Cheetah-Brüder in der Dämmerung, die auf Beutejagd waren undbeobachteten sie eine Weile. Unglaublich beeindruckende Tiere und nicht oft bekommt man sie zu sehen! Müde von den ganzen Eindrücken und tollen Tierbeobachtungen schliefen wir in dieser Nacht nach einem reichhaltigen Abendessen friedlich ein, ohne über wilde Tiere nachzudenken.
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Der nächste Tag startete früh und wir unternahmen morgens einen längeren Ritt in die wunderschöne weite Landschaft und nachmittags einen Game Drive. Es war der letzte Tag und unsere Gruppe blickte wehmütig dem Abschied entgegen. Der Abend wurde dennoch recht fröhlich – David tanzte und sang zusammen mit seiner Crew ein paar witzige Lieder. Bei gutem Gesang und lustigen Spielen (Mpho hatte einiges an guten Ideen auf Lager) grillten wir und blieben noch lange am Feuer sitzen.
Der nächste Morgen kam schneller als gedacht und der letzte Ritt führte uns vom Camp weg zurück zu den Stallungen. Auf dem Weg konnten wir einen Schakal, Zebras und jede Menge Giraffen ausmachen, die uns hinterher blickten. Mit diesen wunderschönen, unvergesslichen Tierbeobachtungen im Gepäck, machten wir uns nach einem Lunch und einem schweren Abschied wieder auf den Weg über die Grenze nach Südafrika und weiter nach Johannesburg. Schwer war es Lebewohl zu sagen und jeder hing auf dem langen Fahrtweg seinen eigenen Gedanken nach, bevor wir uns abends von den Gruppenmitgliedern verabschiedeten und ins heiße Deutschland zurückflogen. Noch lange werden wir uns an die wunderschöne Zeit in Südafrika und Botswana erinnern! - Angelika Kaiser

Alle Informationen zum Programm finden Sie unter http://www.reiterreisen.com/tba008.htm

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