Waterberg Reitsafaris – Erlebnisurlaub pur!

Waterberg Reitsafaris – Erlebnisurlaub pur!

Beitragvon admin » 12 Aug 2015, 11:08

Schon lange haben wir uns auf diese Reise nach Südafrika gefreut – und endlich war es soweit. Anfang Juli machten wir uns auf den Weg in die wundervolle Welt des afrikanischen Busches. Um der deutschen Hitzewelle zu entfliehen, hatten wir uns ein Land ausgesucht, von dem man eigentlich am wenigsten kühlere Temperaturen erwartet. Aber im Juli ist Winterzeit in Südafrika – und tagsüber ist absolut perfektes Reitwetter! Zusammen mit einer sehr guten Freundin und wunderbaren Reisebegleiterin starteten wir in unser Abenteuer Südafrika. Gut in Johannesburg gelandet, flogen wir weiter nach Kapstadt um die einzigartige Stadt kennenzulernen und uns langsam zu akklimatisieren. Wir hatten angenehme Temperaturen: Tagsüber um die 20 Grad und Sonnenschein, abends meist ca. 10 Grad. Mit einer dickeren Decke absolut gut auszuhalten! Nach ein paar entspannten Tagen in Kapstadt und einigen Klettertouren auf dem Tafelberg, traten wir endlich unsere lang ersehnte Reiterreise an.
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Wir flogen nach Johannesburg, wo wir bereits erwartet und zur Lodge gebracht wurden. Wir hatten die perfekte Zeit erwischt! Außer uns, waren nur noch 3 Gäste aus Texas auf der Lodge. Ein Tag nach unserer Abreise war die Lodge völlig ausgebucht – als hätten wir es gewusst! Herzlich wurden wir empfangen und nahmen erst mal auf der Couch direkt neben dem Feuer Platz. An der Bar durften wir uns selbst etwas nehmen oder es wurden uns Getränke je nach Wunsch gebracht. Essen stand bereits bereit (nach dem frühen Flug waren wir tatsächlich ganz schön hungrig) und wir fühlten uns wie im Paradies. Urlaubsfeeling pur! Dank der wenigen Gäste in dieser Woche hatten wir das unheimliche Glück, nicht das gebuchte Standardzimmer, sondern ein wunderschönes, riesiges Cottage bewohnen zu dürfen. Nach einer kurzen Führung durch das „kleine Cottage“ hatten wir ein bisschen Zeit für uns. Wir bewunderten unsere eigene Terrasse, den kleinen Pool direkt vor unserem Schlafzimmer, das wunderschöne Bad mit Innen- und Außendusche und den Kamin direkt in unserem Wohnzimmer. In diesem Cottage fehlte es absolut an nichts und ich weiß nun, woher der hohe Aufpreis für diese luxuriöse, gigantische Unterkunft herkommt! Am Nachmittag trafen sich dann alle zu Kaffee und Kuchen ein und das Programm für heute wurde besprochen. Wir lernten die Familie aus Texas kennen und begaben uns in den Jeep um bei einem Game Drive die Umgebung und das Reservat näher kennen zu lernen. Es wurde etwas frisch im Jeep, aber Decken waren vorhanden, sodass keiner von uns frieren musste. Wir hatten schon am ersten Tag viel Glück und sahen eine Menge Tiere: eine Herde Zebras, Gnus, Warzenschweine und die größte Antilopenart der Welt, die Elanantilope. Majestätisch stand ein Elan-Bulle gerade einmal 3-4 Meter von uns ruhig da und zeigte sich uns in seiner vollen Pracht.
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Das nächste Highlight war eine große Herde von Büffeln, die friedlich graste. Unser Guide testete gleich einmal den Jeep und fuhr vom Weg ab um uns einen näheren Blick zu verschaffen. Die Büffel ließen sich von uns nicht stören und grasten ruhig weiter. Eines der Big Five aus nächster Nähe zu sehen, war wirklich ein Erlebnis! Außer den Büffeln zählen Nashörner, Elefanten, Löwen und Leopard zu den Big Five.
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Unser Ziel heute war der Platz der Nashörner. Diese lebten früher im gesamten Reservat, doch wegen Wilderei wurden die Nashörner jedes Jahr weniger, sodass man beschloss, Sie näher am Haus zu halten um sie zu schützen. Das Anwesen des Besitzers der Lodge kann sich ebenfalls sehen lassen! Eine tolle Anlage mit direkter Sicht auf die Nashörner, die friedlich um einen herum fressen. Hier durfte ich auch Tessa und Gail persönlich kennenlernen und den regionalen Wein probieren – ein wirklicher Genuss! Ab und zu hörte man nur das Schnauben der Nashörner, ansonsten konnte man an diesem idyllischen Plätzchen die Natur und die Ruhe genießen.
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Abends wurden wir mit einem 3-Gänge Menü verwöhnt – jeden Abend stellte der Küchenchef seinen Gästen das Menü vor und wir wussten anhand der Namen teilweise noch nicht einmal was uns erwartet. Aber jeden Abend wurden wir aufs Neue mit Köstlichkeiten, gutem Fleisch und frischem Gemüse überrascht. Ein absoluter Gaumenschmaus! Wir hatten das Glück, heute auch den Eigentümer der Lodge persönlich kennenzulernen – ein wirklich faszinierender Mann, der mit so viel Begeisterung von den Tieren im Reservat, den Pferden und seinen weiteren Bauvorhaben sprach. Er legte viel Wert darauf, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und setzte sich auch danach zusammen mit allen ans Feuer um sich gemütlich zu unterhalten. Jedes neue Pferd sucht er selbst aus und lässt es von seinem Trainer ausbilden bevor es zu den Gästen kommt.
Abends gab es auch immer Gelegenheit, den Plan für den nächsten Tag festzulegen. Hier wird sehr viel Wert auf die individuellen Wünsche der Gäste gelegt. Wir konnten Vorschläge machen, ob und wie lange wir reiten wollten und wie wir uns die Tagesplanung vorstellen. Hier ist der Gast absolut König!
Nach diesem ereignisreichen ersten Tag fielen meine Freundin und ich recht bald müde ins Bett um den nächsten Tag in alter Frische früh beginnen zu können.
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Nach einem guten Frühstück warteten die Pferde bereits auf uns und nur zu viert, mit zwei Guides machten wir uns auf den Weg. Nairobi sollte heute meine vierbeinige Begleiterin sein, eine nette Stute mit viel Vorwärtsdrang. Unser Guide kannte die Gegend wie seine Westentasche und so kamen wir schnell an einigen Herden Zebras und Giraffen vorbei und hatten die Chance diese aus allernächster Nähe zu bewundern. Immer wieder rannte auch ein Warzenschwein über unseren Weg. Unsere Pferde blieben völlig entspannt. Sie waren absolut ausgeglichen und trittsicher. Immer wieder wurden wir auf verschiedene Fußspuren hingewiesen, die von Leoparden, Giraffen oder Zebras stammten. Unser Guide konnte uns sogar das Alter der verschiedenen Tiere, die die Fußspuren hinterließen sagen, wir staunten immer wieder. Schnell wusste er, dass wir gerne galoppierten und kaum kam die Frage „Are you ready for another canter?“, hellten sich unsere Gesichter noch mehr auf und schon ging es los. Während des Galopps hatten wir Zeit nach rechts und links zu schauen, da und dort sahen wir immer wieder große Herde von Kudus und Zebras. Wir genossen das warme, angenehme Wetter und die schönen Galoppaden. Nach einem 4 stündigen Ritt mit kleiner Pause, kamen wir wieder auf der Lodge an und wurden bestens mit Getränken und einem tollen Buffet mit Salaten, Gemüse und Fleisch versorgt. Nachmittags ging es erneut ins Gelände. Wir hatten den Wunsch geäußert, zwei andere Pferde ausprobieren zu dürfen um auch etwas anderes kennenzulernen. So lernte ich Mozambique kennen, ein unheimlich toller, leichtrittiger Wallach, der zu meinem Lieblingspferd wurde. Flott ging es vorwärts auf unserem Ritt, vorbei an Giraffen, Zebras, Gnus, Kudus und Warzenschweinen, die auch dieses mal unseren Weg kreuzten. Der Sundowner durfte auch heute nicht fehlen. Begrüßt wurden wir an einem wunderschönen, abgelegenen Platz mit Knabbereien, Wein und Getränken und wir machten es uns gemütlich. Die Pferde wurden abgesattelt und in die Natur entlassen. Eine so artgerechte Pferdehaltung können wir uns in Deutschland nur wünschen! Die Pferde dürfen sich im Reservat frei bewegen und kommen selbstständig morgens und mittags in den Stall zur Fütterung. Bequem ging es anschließend mit dem Jeep wieder zur Lodge, wo wir nach dem nächsten köstlichen Abendessen gemütlich am Feuer saßen und uns unterhielten. Für den nächsten Tag war eine Elefantensafari geplant (nicht inklusive!) und wir freuten uns schon sehr darauf.
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Früh morgens ging es los. Im benachbarten Big Five Reservat angekommen, sahen wir bereits aus der Ferne die Elefanten majestätisch und langsam heranschreiten und jede von uns nahm hinter einem Elefantenführer Platz um dann langsam schaukelnd vorwärtszureiten. Auch die kleinen Babyelefanten durften neben der Gruppe hergehen. Mein Elefantenführer war sehr gesprächig und erzählte mir alles über die Lebensart der Elefanten und wie er mit ihnen zusammenarbeitet. Elefanten sind sehr intelligent. „Trunk up“ und schon wartete mein Elefant mit erhobenem Rüssel auf seine Belohnung – Pellets lieben sie, erklärte mir mein Guide. Sie können Rechts und Links Befehle unterscheiden und lassen sich rein mit Stimme anhalten und in Bewegung setzen. Am Tag frisst so ein Elefant 200-300 kg, so wunderte es uns nicht, dass die Elefanten auf unserem Weg immer wieder ganze Äste von den Bäumen zogen und diese ins Maul stopften. Eine Stunde waren wir mit den Elefanten unterwegs bevor es hieß Abschied nehmen. Der Abstieg von einem Elefanten erwies sich als wesentlich anstrengender als gedacht. Der Elefant ging erst hinten, dann vorne runter und dann musste man mit Hilfe einer der Guides langsam absteigen, ohne die Seiten des Elefanten zu berühren, da dies eine Gefahr für ihn bedeuten konnte. Ein Elefant ist eben doch ein wildes Tier und nicht immer völlig berechenbar. Es war ein absolut tolles Gefühl auf einem Elefanten zu reiten und die Kraft und Energie dieses riesigen, imposanten Big Five Tieres aus nächster Nähe zu spüren!
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Zurück auf der Lodge sollte der unglaublich spannende Tag noch nicht zu Ende sein. Nach einem reichhaltigen, guten Mittagessen ging es weiter zum anderen Teil der Lodge (die beiden Safari-Lodges befinden sich ca. 20 min per Jeep voneinander entfernt), wo uns eine Überraschung erwartete. Wir hatten die Ehre bei einer „sable capture“ dabei zu sein. Eine der Säbelantilopen sollte gefangen, geimpft und in ein anderes Reservat gebracht werden. Das ganze Personal sollte helfen und war dementsprechend aufgeregt – so etwas kam nur 2-3 mal im Jahr vor. Alle bekamen ein Pferd zugewiesen und schon ging es los. Wir wussten nicht wirklich, was uns erwartete, aber man würde es uns schon mitteilen. Im gestreckten Galopp ritten wir in der Gruppe bestimmt eine halbe Stunde, bevor wir durchparierten und jeder einen Posten zugewiesen bekam. Die Säbelantilope sollte betäubt werden und unsere Aufgabe war es Bescheid zu geben, sobald die Antilope an unserem Platz vorbeigerannt kam, um dann hinterherzureiten. Wir standen also an unserer Stelle mit den Pferden und warteten. Nach ungefähr 20 Minuten ging es los, von rechts hörte man etwas durchs Geäst flitzen, einige der anderen winkten uns herbei und wir galoppierten mitten durchs Gestrüpp hinterher. Bei einer Lichtung hatten wir die anderen erreicht und die Säbelantilope lag in der Mitte. Sie wurde kurz untersucht, geimpft, abgemessen und anschließend verladen. Es war eine wirklich stattliche Antilope mit großen Hörnern. Wir hatten großes Glück dabei zu sein, so etwas erlebt man schließlich nicht alle Tage. Anschließend konnten wir uns entscheiden, mit dem Jeep zurückzufahren oder noch weiterzureiten. Natürlich entschieden wir uns für unsere Pferde und ritten noch ca. 2-3 Stunden weiter bis wir die anderen beim Sundowner wiedertrafen.
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Unser Aufenthalt ging leider sehr schnell zu Ende. Am nächsten Tag durften wir noch einen kurzen Ritt unternehmen – mit unseren Lieblingspferden. Ich hatte wieder Mozambique und war total glücklich darüber. Viele Galoppaden und tolle Wildbeobachtungen später, kamen wir zurück zur Lodge und nun hieß es Abschied nehmen. Wir waren beide sehr traurig, diese wundervolle Lodge, die tollen, leichtrittigen Pferde und die herzliche Gastfreundschaft verlassen zu müssen! Wir fühlten uns sehr gut aufgehoben und haben fest vor, hier noch einmal wiederzukommen! - Angelika Kaiser

Alle Informationen zum Programm finden Sie unter http://www.reiterreisen.com/saasta.htm

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